Mit dem Zeitungsverlag Waiblingen haben wir über das Thema “Wiederöffnung der Stadien” gesprochen. Wir verstehen, dass Stehplätze, Gesänge und Menschenmengen aus Sicht des Infektionsschutzes problematisch sind. Neben der besonders brisanten Frage der Verteilung eventuell zur Verfügung stehender Tickets, sehen wir vor allem die diskutierten Konzepte mit Sorge. Verbot von Gästefans, Einführung von Gesichtserkennung und weiterer intelligenter Videoüberwachung sowie personalisierte Tickets sind Law-and-Order Dauerbrenner, die natürlich rein zufällig jetzt zum Zwecke des Infektionsschutzes aus der Mottenkiste geholt werden. Man muss darüber spekulieren, ob diese Maßnahmen nach Einführung wieder verschwinden würden oder ob sie eine grundlegende Veränderung des Fußballs zur Folge hätten. Gegen ein Virus kann man natürlich nicht protestieren, gegen die Bedrohung unserer Fankultur allerdings schon.

https://www.zvw.de/anfeuern-mit-maske-und-abstand-so-k%C3%B6nnte-das-stadionerlebnis-zu-beginn-der-neuen-saison-aussehen_arid-176681

Bundesweit hat sich eine neue Initiative namens “Unser Fussball”gegründet, welche Vereine und Verbände auffordert, die Zukunft des Fußballs grundlegend neu zu gestalten – basisnah, nachhaltig und zeitgemäß. Bereits mehr als 1000 Dachverbände, Fanclubs und Fan- und Ultragruppen haben die Erklärung der Initiative unterzeichnet: https://unserfussball.jetzt

Unter den Erstunterzeichnern der Initiative befinden sich auch über 100 Fanclubs und Gruppen aus der Fanszene des VfB Stuttgart, was auch als deutliche Aufforderung an den VfB Stuttgart zu sehen ist.

Sollte sich euer Fanclub / eure Gruppe noch nicht unter den Unterstützern befinden, ihr die Erklärung allerdings unterstützt, so könnt ihr diese auf der Webseite noch unterzeichnen. Zudem besteht auch die Möglichkeit, dass ihr euch als Einzelpersonen eintragt. In diesem Fall wird der Name nicht auf der Website veröffentlicht, sondern nur im Rahmen der Übergabe an die Verbände und Vereine genutzt.

Nachfolgend dokumentieren wir euch noch die Erklärung der Initiative, sowie die Erstunterzeichner aus der Fanszene des VfB Stuttgart.

Die Erklärung: Unser Fußball – basisnah, nachhaltig, zeitgemäß

Seit Jahren beobachten wir viele Entwicklungen des Profifußballs mit Sorge. Wiederkehrend wurde auf die Notwendigkeit von Veränderungen hingewiesen. Die Corona-Krise hat weitere Schwächen des kaputten Systems Profifußball offenbart. Nun haben auch DFL, DFB und einige Vereinsvertreter Reformen angekündigt. Punktuelle Reformen und die Bekämpfung einzelner Symptome können diesmal aber nicht die Lösung sein. Die Zeit ist gekommen, den Profifußball grundlegend zu verändern. Wir alle wollen einen neuen Fußball:

Unser Fußball – ein fairer Wettbewerb

Faire Rahmenbedingungen sind die Grundlage eines attraktiven Wettbewerbs. Die Schere zwischen großen und kleinen Vereinen geht allerdings immer weiter auseinander. Um den Wettbewerb wieder deutlich ausgeglichener zu gestalten, bedarf es grundlegender Änderungen – sowohl auf nationaler, als auch auf europäischer Ebene. Unser Fußball zeichnet sich durch eine gerechtere Verteilung der TV-Gelder, die Einführung eines nationalen Financial Fairplays und die eindeutige Begrenzung von Investoreneinflüssen aus.

Unser Fußball – ein gesellschaftliches Vorbild

Mit seiner enormen Strahlkraft kommt dem Fußball eine große gesellschaftliche Verantwortung zu. Eine Verantwortung, der er leider allzu oft nicht gerecht geworden ist. Unser Fußball macht sich im Sport und in der Gesellschaft für Menschenrechte und Vielfalt stark. Er setzt sich konsequent gegen Diskriminierung ein und bekämpft Korruption ernsthaft. Als gesellschaftliches Vorbild handelt unser Fußball sozial nachhaltig und wird seiner ökologischen Verantwortung gerecht.

Unser Fußball – demokratisch & wirtschaftlich nachhaltig

Kurzfristiges Denken und schlechtes Wirtschaften müssen der Vergangenheit angehören. Mit eingetragenen Vereinen als Basis und demokratisch-transparenten Entscheidungsprozessen muss sich der Fußball zukunftsfähig aufstellen. In unserem Fußball gehören die Vereine Dank der 50+1-Regel ihren Mitgliedern. Ein auf langfristige Stabilität ausgelegtes Wirtschaften ist für diese Vereine in allen Ligen möglich. Wirtschaftlich nachhaltiges Handeln und die Bildung von Rücklagen sind fest in den Lizenzierungsverfahren verankert.

Unser Fußball – lebt durch seine Fans

Statt sich immer weiter von seiner Basis zu entfernen, müssen Fans als elementarer Bestandteil des Fußballs anerkannt werden. Als Publikumssport lebt er von einer vielfältigen Fankultur im Stadion. Unser Fußball fördert selbstorganisierte Fankultur und berücksichtigt Faninteressen durch verbindliche und kontinuierliche Beteiligungsprozesse. Er zeichnet sich unter anderem durch sozialverträgliche Ticketpreise, ein inklusives Stadion und fangerechte Anstoßzeiten aus.

Weitermachen wie vor der Krise darf keine Option sein. Wir wollen nicht zurück zu einem kaputten System. Wir fordern Vereine und Verbände auf, vor dem Beginn der kommenden Saison zu handeln. Dazu braucht es einen glaubhaften Grundsatzbeschluss sowie die Einleitung konkreter Reformen: Die Zukunft des Fußballs muss grundlegend neu gestaltet werden – basisnah, nachhaltig und zeitgemäß.

Nach dem Abschluss der Saison 2019/20 wird die Erklärung mit allen Unterzeichnenden an die Deutsche Fußball Liga und den Deutschen Fußball-Bund übergeben

Erstunterzeichner (Fanszene VfB Stuttgart):

„Air“ Kruse Fan-Club Bopfingen
0711 Addicts Stuttgart
VfB Stuttgart Fanclub Asia (Singapore)
Achtzehn93 dunkelrote Mädels
AlbTraum
ALT HALL e.V.
Amigos Cannstatt 1893
Barock Schwaben
Bavaria1893 e.V.
Benztown Connection
Bermuda Schwoiga e.V.
Bollwerk Süd
Brigada Loca 2007
Brustring Tannhausen e. V.
Brustringträger Schwarzbachtal
Cannstatt Fire
Cannstatter Kurve Berlin e.V.
Cannstatter Mondgucker
Cannstatter Schwaben
CK 77 Stuttgart
Commando Cannstatt 1997
Courage Gerlingen
Dachkantelschwaben Gundelsheim 2007
Die Stuttgarter Treuen ’80
Division Onerschwaben
DUNKELROT exklusiv e.V.
Dunkelrot Kapfenburg e.V.
Dunkelrote Bastion Heidelberg
Dunkelrote Tradition
Echaz1893
Fan Club RHÖN
Fanclub Filder
Fanclub Steinlachtal e.V.
Fautores Limpurg
FriendsForever 1996
Für immer und ewig
Galeere Cannstatt
Gerschdaklopfer
Glems Inferno 2018
Hegau Vulkane
Jagstkrokodile
Kanzach Brigade Unlingen
kollektiv19
Kraichgau Schwaben
Leintal Power
Los Partidarios Stuttgart
Mancha Vermelha
Murgtalschwaben
Neckarkings Bargau
Neckarsturm Württemberg
Oberes Filstal
Oberschwabenpower weiß-rot Bad saulgau
OFC 1893 Vision Zukunft
OFC Chaoszwerge
OFC Königskinder
OFC Neue Heimat Block 36B
OFC Ruhrpottschwaben
OFC Widdern 98 eV.
Old Veterans Supporters Club
Ostalb Fanatics 1996
Picknicker Stuttgart
Pulsschlag 1893
Ragazzi-Biancorossi
Red Dogs Hohenlohe
Red Rangers 2011
Red White Zone
Remstalfront 2012
Rot Weiß Leberkäs
Rot-Weiße Schwaben Berkheim 1977 e.V.
Rot-Weiße-Welle Urbach e. V.
Roter Brustring Hamburg e.V.
Salzstetter Jungs
Schlierbachpower ’97 Neuler
Schwaben Kompanie Stuttgart
Schwaben Legion Neckar
Schwabensturm Stuttgart 2002
Sektion 0711
Sektion Hohenlohe
Squadra Cannstatt
Staeblesfraktion1893
Stammheim Alligators
Stuttgarter Mädle
Supporters Ebersbach 2008
United Supporters
Ursprung-Schwaben Kocher/Brenz
VfB Fanclub 1893 Stammheim
Vfb Fanclub 1980 schwäbisch hall e.v
VfB Fanclub am Kloster
VFB Fanclub Schwarzwald-Eschach
VfB Fanclub Villingendorf e.V.
VfB Freunde Cannstatter Zuckerle
VfB Neckar-Freunde
VfB OFC Zipfelbachkrokodile Hanweiler
VfB-Club 1995 G.u.S. Köngen
VfB-Freunde München
Virngrund-Schwaben Rosenberg
Weiß Rot Stuttgart 31
Weiss-Rote-Freunde-Südbaden
Wild Crocodiles Welzheim
Wü-Tem Clan Stuttgart e.V
Yard Bwoys

Link zu allen Unterzeichnern aus dem Umfeld des VfB Stuttgart: https://unserfussball.jetzt/?vereinauswahl=49#anker

Hiermit wollen wir darüber informieren, dass unsere Spendenaktion zu Gunsten von Trott-war offiziell zu einem Ende gekommen ist. In den letzten Wochen konnten wir insgesamt 7.747,69 Euro an Trott-war weiterleiten und somit einen Teil zum weiteren Fortbestand dieser Stuttgarter Institution beitragen. Wir und das Trott-war Team bedanken uns bei jedem, der in den letzten Wochen einen Teil dazu beigetragen hat.

Foto: Sylvia Rizvi
Zu sehen sind von links nach rechts: Verkäufer John, “Trott-war-Mutti” Iris, Stadtführer Tommi mit Hund Nicco, Spende-Dein-Pfand-Leiter Stefan, Ehrenamtlicher Predrak und Vertriebsleiter Uwe freuen sich riesig über die Menschen, die in der Krise an Trott-war gedacht haben.

Natürlich freut sich Trott-war auch in Zukunft über Spenden. Informationen dazu finden sich online unter https://trott-war.de/

Aufkleberaktion

Vom: 17. Juni  2020

Nachdem die Aktion zu Gunsten von Trott-war ausgelaufen ist, haben wir unseren Shop mit einigen neuen Aufklebern bestückt. Wer weiterhin an Trott-war spenden möchte, findet alle Informationen direkt auf https://trott-war.de/.


Besonders möchten wir auch die Motive mit Bezug zum Reutlinger Block E ans Herz legen. Den Erlös daraus werden wir an das Crowdfunding zur Unterstützung des SSV Reutlingen spenden, selbstverständlich noch vor Ablauf der Frist.
Weitere Informationen dazu findet ihr unter: https://www.fairplaid.org/unserssv

Versenden werden wir auch weiterhin nur per versichertem Versand, Sammelbestellungen im Freundeskreis oder Fanclub sind natürlich möglich.

In den nächsten Tagen wird es dann noch einen Abschlussbericht zur Trott-war-Aktion geben.

Bleibt gesund!

CC97

Link zum Online-Shop

Update Trott-war-Aktion

Vom: 03. Juni  2020

Die letzte Info zu unserer Spenden-Aktion zugunsten von Trott-war liegt nun schon einige Wochen zurück, daher wollen wir an dieser Stelle kurz über den aktuellen Stand informieren: Insgesamt konnten wir bereits 7.355,56 Euro an Trott-war überweisen und somit einen Beitrag zum Fortbestand der Organisation leisten. Da sich unsere Lagerbestände langsam dem Ende zuneigen wird die Aktion unsererseits in etwa 14 Tagen zu einem Ende gebracht.

Der Onlineshop verfügt noch über Restbestände, zu finden hier: https://freiraum.ultra-attitude.de/bestellung/

Reine Geldspenden sind natürlich weiterhin möglich:

Fördergruppe CC e.V.
Postbank Stuttgart
IBAN: DE43600100700175810700
BIC: PBNKDEFF

Über das Ende der Aktion und die erreichte Gesamtsumme werden wir zu gegebenem Zeitpunkt informieren.

Nein, der Fußball befindet sich in keiner Krise – lediglich das Geschäftsmodell derjenigen kommt ins Wanken, die sich daran eine goldene Nase verdienen. Und nicht erst jetzt, aber aktuell mit voller Wucht, bekommt der Profifußball den Spiegel vor die Nase gesetzt, mit welcher Missgunst ein großer Teil der Bevölkerung auf den Profifußball blickt. Wir nehmen wahr, dass sich das Produkt Fußball eine Parallelwelt erschaffen hat, welche viele Fußballfans mit ausufernden Transfer- und Gehaltssummen, einer unersättlich wirkenden Gier nach Profit, Korruption bei Verbänden sowie dubiosen und intransparenten Beraterstrukturen (2017/18 ca. 200 Mio. €) in Verbindung setzen.

Wiederaufnahme des Spielbetriebs
Wir mögen aktuell nicht beurteilen und abschätzen können, wann ein vertretbarer Zeitpunkt gewesen wäre, den Ball wieder rollen zu lassen. Wir bewerten jedoch das Verhalten der Vertreter des Profifußballs als anstands- und respektlos, sich in der aktuellen Krisensituation derart aggressiv in den Vordergrund zu drängen. Der Gedanke, dass sich mit genügend Geld und ausreichender Lobbyarbeit Sonderwege bestreiten lassen, lässt sich leider nicht von der Hand weisen. Ein Vorpreschen bei der Inanspruchnahme routinemäßiger Screenings erachten wir als anmaßend, würden uns doch dutzende andere Institutionen einfallen, bei denen verdachtsunabhängige Testungen mehr Sinn ergeben würden. Übel stößt hierbei nicht die generelle Inanspruchnahme von Testkapazitäten auf, sondern weil sich der Profifußball eine soziale Relevanz anmaßt und eine Sonderbehandlung bewirkt, die in keinem Verhältnis zur aktuellen gesellschaftlichen Rangordnung steht.

Wir hätten vielmehr eine Vorgehensweise erwartet, welche der sozialen Verantwortung und der Vorbildfunktion des Fußballs gerecht wird.

Veränderungen
„Es steht außer Frage, dass künftig Nachhaltigkeit, Stabilität und Bodenständigkeit zu den entscheidenden Werten gehören müssen“. Zwar zeugt die von der DFL getätigte Aussage durchaus von Selbstkritik, zeigt jedoch gleichzeitig auch, nach welchem Maßstab bisher Entscheidungen getroffen wurden und in welchem Ausmaß man von wirtschaftlichen Interessen getrieben wurde.

Es ist jetzt, und nicht erst nach überstandener Krise, an der Zeit, über konkrete Veränderungen im Profifußball zu debattieren und Entscheidungen zu treffen:

1. Wettbewerbsfördernde, ligaübergreifende Verteilung der Fernsehgelder
Der aktuelle Verteilungsschlüssel sorgt dafür, dass die Schere zwischen finanziell starken und schwachen Vereinen immer weiter auseinandergeht. Eine gerechtere Verteilung fördert den sportlichen Wettbewerb und steigert die Attraktivität der Ligen.

2. Rücklagen
Es muss festgelegt werden, dass die Clubs Rücklagen bilden, um zumindest kurzfristige Krisen jeder Art überstehen zu können, ohne direkt vor der Insolvenz zu stehen. Hierbei muss vor allem Rücksicht auf die e.V.-Strukturen genommen und dafür adäquate Lösungen gefunden werden, ohne diese – ebenso wie 50+1, in Frage zu stellen. Schließlich ist der Verkauf von Substanz zur Rettung der Liquidität genau die Denkweise, die zur jetzigen Krise geführt hat. Daher ist der Umstand, dass die 50+1 Regel zum Teil in Frage gestellt wird, aus unserer Sicht vollkommen unverständlich.

3. Gehalts- und Transferobergrenzen
Spielern und Funktionären seien weiterhin wirtschaftliche Privilegien vergönnt. Analog zu Transfersummen sollten jedoch auch diese gedeckelt werden, um aktuelle Auswüchse zu stoppen und dem irrationalen und unverhältnismäßigen Wettbieten entgegenzuwirken.

4. Einfluss durch Berater beschränken
Rund um die Spieler hat sich ein Netzwerk an Profiteuren gebildet, welches für den Sport in keiner Weise produktiv ist. Dieses muss aufgedeckt, reglementiert und eingeschränkt werden.
Wenn man sich auf der Mitgliederversammlung des eigenen Vereins erklären lässt, wie gering der Bruchteil der teils horrenden Ablösesummen ist, der dem eigenen Verein tatsächlich zu Gute kommt, wird schnell sichtbar, dass an diesem System des modernen Menschenhandels einiges nicht stimmen kann.
Zu hoch sind die Beträge, die bei den Transfererlösen bei den Spielerberatern hängen bleiben, deren Handeln im Interesse ihrer Schützlinge oft durchaus angezweifelt werden darf. Hier ist leider zu vermuten, dass oft der Blick auf den eigenen Gewinn, das „Kasse machen“, im Vordergrund steht und Spieler die Clubs öfter wechseln, als das ihrer eigenen sportlichen Entwicklung zuträglich wäre.
Richtig problematisch wird es dann, wenn sich unter den großen Beratungsbüros kartellartige Strukturen bilden, die mit Absprachen unter der Hand die Transferzahlungen in die Höhe treiben. Der freie Markt aus Angebot und Nachfrage ist dann nachhaltig gestört und es entsteht eine Preisspirale, an der der Profifußball kein Interesse haben kann.
Ebenso muss den verschiedenen Investmentfirmen, welche sich an den Rechten der Spielertransfers beteiligen, ein Riegel vorgeschoben werden. Es darf nicht sein, dass sich Privatpersonen unter dem Deckmantel dieser Firmen die eigenen Taschen füllen und die Verbände die Augen verschließen!
Natürlich ist es in Ordnung und Teil des Wettbewerbes Fußball, wenn gute Spieler gute Gehälter erzielen und entsprechende Transfersummen kosten. Spieler sind (leider) auch eine Handelsware. Die Abartigkeiten, die hier aber in den letzten Jahren gewachsen sind, sind nicht Ausdruck eines gesunden Wettbewerbs.

5. Kader begrenzen
Durch aufgeblähte Spielerkader lagern die Vereine „Kapital“ auf Ihren Auswechselbänken. Manch ein Verein verpflichtet Spieler nur, damit diese nicht für die Konkurrenz auflaufen können und lässt sie dann auf der Bank oder Tribüne versauern. Vereine, die es sich leisten können, blähen ihre Kader künstlich auf. Dem Motto folgend „was ich habe hat schon mal kein anderer“. Das ist natürlich eine Strategie, gegen die Konkurrenten zu arbeiten. Ob sie sportlich ist, steht auf einem anderen Blatt.
Eine Begrenzung der Anzahl an Spielerleihen ist bereits geplant. Dies gilt es, auf die Reduzierung der Profikader auszuweiten Ein beliebiges Aufstocken mit Nachwuchskräften sollte dennoch jederzeit möglich sein, denn würde es rein um die Absicherung gegen Ausfälle gehen, spricht absolut nichts dagegen, Nachwuchsspieler aus den eigenen Reihen hochzuziehen. In diesem Fall zeugt ein großer Kader mit eigenen jungen Spielern von einer nachhaltigen und guten Nachwuchsarbeit. Dies gilt es in Zukunft vermehrt zu fördern.
Ein „Zusammenkauf“ von Profispielern „auf Halde“ ist grundsätzlich abzulehnen. Das wird nicht zuletzt den Spielern nicht gerecht, deren Entwicklung dadurch nachhaltig gestört wird.

Wir werden genauestens verfolgen, ob auf die eigenen Worte der Verbandsvertreter und von Funktionären, den Fußball ändern zu wollen, auch Taten folgen. Schluss mit Ausreden und Heraufbeschwören von Unmachbarkeitsszenarien. Wir erwarten eine lösungs- und keine problemorientierte Herangehensweise mit transparenten Arbeitsschritten.

Fanszenen Deutschlands im Mai 2020

An dieser Stelle weisen wir auf die aktuelle Crowdfunding-Aktion für den SSV Reutlingen hin. Alle Infos zu “Unser SSV” findet ihr unter http://szene-e.de und https://www.fairplaid.org/unserssv

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Sonderausgabe Cannstatter Blättle

Vom: 14. Mai  2020

Auch in der aktuellen Zeit wollen wir nicht ganz untätig sein und euch an unseren Aktionen und Gedanken wieder mit einer neuen Ausgabe des Cannstatter Blättle teilhaben lassen. Leider muss die Veröffentlichung aufgrund der aktuellen Lage erneut online erfolgen. Daher wie bereits beim letzten Mal eine kleine Einordnung: Im Gegensatz zu den sonstigen Veröffentlichungen auf unserer Homepage, ist nicht jeder Text im Cannstatter Blättle als Stellungnahme der ganzen Gruppe zu sehen. Vielmehr bilden wir hier durch die Autoren in unserer Redaktion einzelne Meinungen ab, die eben so im breiten Meinungsspektrum unserer Gruppe vertreten sind.

Bleibt solidarisch!

Nachfolgend dokumentieren wir eine gemeinsame Erklärung europäischer Fanszenen, welcher sich mehrere Hundert Gruppen/Fanszenen angeschlossen haben.

Unterzeichner aus Stuttgart:
Commando Cannstatt 1997
Schwabensturm 2002
Schwaben Kompanie Stuttgart 2006

STOPFOOTBALL – NOFOOTBALLWITHOUTFANS

Europe is suffering due to the Coronavirus.
Governments have declared the lockdown and everything stopped. Protect the most precious thing we have has now become a requirement: the public health is the first and only aim of everyone.
For this reason, we believe that an absolute stop to European football is more than reasonable.

However, like nothing happened, in some corrupted buildings appeared the crazy idea of ​​shooting matches without supporters. 
And all of this for which reason?/In the name of what? It is more than legitimate to think that it is economic interests that take the field and that once again the supremacy of money steps on the value of human life.
Sports clubs should fully understand the passion that holds thousands of people together, and not just listen to the wolves of business;  they should remember that this passion that is consumed around football is not folklore, but it’s its very essence: the public and supporters are the essential factor of “popular sport” by definition.

Therefore, we strongly ask the UEFA and the national associations to keep the stop and stop the football competitions until crowding the stadiums is once again a habit free of risks for public health.

We fight together to return shoulder to shoulder in the stands, to share joys and sorrows, to sing our love.No to football without supporters!  No to football slave of money! 

*STOPFOOTBALL*   *NOFOOTBALLWITHOUTFANS*
United supporters of Europe.

Im Podcast Brustringtalk haben wir über den Abschied aus der alten Cannstatter Kurve vor 10 Jahren gesprochen und die Umbauphase aus Fansicht Revue passieren lassen: https://www.brustringtalk.de/bt089-der-umbau-zum-reinen-fussballstadion-und-geisterspiele/

Wer sich Bilder und Videos vom letzten Heimspiel in der alten Kurve anschauen möchte, wird hier fündig: https://www.cannstatter-kurve.de/vfb-stuttgart-fsv-mainz/