Buchempfehlung: Erste Runde Vestmannaeyjar

Vom: 11. Dezember  2018

Unser Mitglied Markus Schmalz hat vor kurzem das Buch „Erste Runde Vestmannaeyjar – Mit dem VfB Stuttgart durch Europa“ veröffentlicht.

In diesem privaten Buchprojekt geht es um die Erlebnisse des Autors auf den Reisen zu internationalen VfB-Auswärtsspielen aus den letzten 20 Jahren. Insgesamt wurden 18 Europapokal-Spiele ausgewählt, über die in jeweils eigenen Kapiteln berichtet wird – von Vestmannaeyjar 1997 bis Rijeka 2013. Darüber hinaus wurden auch diverse Touren nach Italien sowie Länderspielfahrten in dem Buch verarbeitet.

Letzte Woche war Markus Schmalz beim Podcast „Nachspielzeit“ zu Gast und hat dort Einblicke in sein Buch und die Entstehung gegeben:

Das Buch ist am Fanstand in der Cannstatter Kurve sowie online unter www.blickfang-ultra.de erhältlich.

StoCCarda #11 ab sofort online bestellbar

Vom: 07. Dezember  2018

Ab sofort ist die neue Ausgabe des StoCCarda auch online erhältlich. Außerdem gibt es die Möglichkeit den Fankalender 2019 sowie die CD „Lieder der Cannstatter Kurve“ zu bestellen: https://freiraum.ultra-attitude.de/bestellung/

Mehr zum StoCCarda #11
Mehr zum Fankalender
Mehr zur CD „Die Lieder der Cannstatter Kurve“

Am Wochenende schreiben wir den 13. Spieltag der laufenden Saison, erneut ist der Alltag rund um das Neckarstadion eingekehrt – alles wie immer. Aber könnt ihr euch noch erinnern? Vor kurzem erst lag die vergangene Saison hinter uns. Viel hat sich rund um den VfB, die Cannstatter Kurve und das Commando Cannstatt getan, seit das letzte StoCCarda die Redaktion verlassen hat. Das letzte Jahr prägte unsere Gruppe auch abseits des Spieltags enorm. Höchste Zeit also, euch die neue Ausgabe des StoCCarda zu präsentieren. Auf 226 Seiten haben wir erneut die leidenschaftlichsten Momente der letzten Saison eingefangen, die sich kaum in Worte fassen lassen. Die neue Ausgabe gibt euch die Chance auf diese Zeit nochmals zurückzublicken – in aller Ruhe statt voller Hektik am Smartphone zwischen Tür und Angel. Wie üblich findet ihr in den folgenden Zeilen eine kurze Vorschau über bekannte Rubriken sowie neue Themen:

• Saisonrückblick aus Sicht der Cannstatter Kurve
• Kurvenberichte und Fotos der Saison 2017/2018
• Ausschnitte aus unserem Gruppenleben
• Rechtshilfeverein Solidarietà – Interview mit der Rechtsanwältin Angela Furmaniak
• Gedanken aus der Gruppe
• Themenblock: DFB-Proteste
• Besuch bei Freunden: Statements der Szene E sowie die aktuelle Situation und Eindrücke aus Cesena und Saint-Étienne
• Bilderseiten: Stuttgart on the Low
• In Erinnerung geblieben: Die große Commando Cannstatt Choreo-Chronik

Erwerben könnt ihr das StoCCarda ab dem Heimspiel gegen Augsburg für 6 € am Fanstand hinter der Cannstatter Kurve, bei unseren zahlreichen fliegenden Verkaufsteams rund um das Neckarstadion sowie in geraumer Zeit in unserem Online-Shop. Schlagt zu und sichert euch die 11. Ausgabe des StoCCarda!

Beteiligung am PODCAnnSTatt

Vom: 28. November  2018

Um noch etwas mehr Hintergründe zu den anstehenden Protesten liefern zu können, haben wir uns im Vorfeld des Heimspiels gegen den FCA am PODCAnnSTatt, dem VfB-Podcast der Stuttgarter Nachrichten beteiligt.
Reinhören lohnt sich also!

https://soundcloud.com/meinvfb/episode-46-vfbfca-feat-dannycommando-cannstatt

Die jüngsten Veröffentlichungen zu Super-League-Plänen und anderen geheimen Deals in den Hinterzimmern der Manager sollten auch den letzten Zweiflern vor Augen geführt haben: Die heutige Fußballwelt hat mit Werten wie Fairness und Solidarität rein gar nichts mehr zu tun.

Finanzstarke Klubs umgehen im großen Stil Regelungen und werden bei ihren Bestrebungen nach immer mehr Profit ungeniert von führenden Funktionären hofiert und sogar noch vor Sanktionen geschützt. Die Schere zwischen arm und reich geht dabei immer weiter auseinander. Verlierer dieser Entwicklung sind neben den tiefer spielenden Vereinen der sportliche Wettbewerb im Gesamten und insbesondere wir Fans.

Es zählen vor allem Rendite und die Generierung von noch mehr Geld. DFB und DFL demonstrieren dies seit längerem, zuletzt unter anderem durch Anstoßzeiten fürs TV, die fundamental entgegen der Belange von uns Stadiongängern stehen. In allen oberen Ligen finden nun Spiele am Montagabend statt, seit letzter Saison sogar in der ersten Bundesliga. Diese Entwicklung darf von uns Fans nicht hingenommen werden, denn nur wir können mit geschlossenem und starken Protest diesem Trend entgegenwirken! Im Sinne eines Fußballs für die Fans und nicht eines des finanziellen Profits.

Die Vorbereitungen für die nächste Ausschreibung der TV-Rechte sind in vollem Gange. Inzwischen gibt es eine Ankündigung, dass sich die in der DFL zusammengeschlossenen Vereine für eine Abschaffung der Montagsspiele ab der Saison 2021/22 ausgesprochen haben. Dies ist bislang jedoch nur eine lose Absichtserklärung, die außerdem nach aktuellem Kenntnisstand nur für die erste Liga und nicht für den kompletten deutschen Profifußball gilt. Die zweite und dritte Liga werden anscheinend außen vor gelassen. Zudem ist bislang keine Rede von den ebenso unter Kritik stehenden, fanunfreundlichen Spielansetzungen unter der Woche. Vor allem das Thema „englische Wochen“ wird uns vermutlich noch aufs Heftigste beschäftigen. Aufgrund der Vergabe der Fußball WM 2022 nach Katar, welche bekanntlich im November und Dezember ausgetragen wird, steht uns in der Saison 2022/2023 möglicherweise ein wahrer Horror bevor. In einer ersten Prognose im „Spiegel“ aus dem Jahr 2015 ist beispielsweise die Rede von einem echten Chaosspielplan mit einer deutlich zweistelligen Anzahl an englischen Wochen! Diesem Wahnsinn gilt es Einhalt zu gebieten! Wir werden uns nicht mit einem kleinen Bonbon, wie einer möglichen Abschaffung der erst im vergangenen Jahr neu geschaffenen Montagsspiele der ersten Liga, zufrieden geben. Sollte bei einer Abschaffung der Montagsspiele in der ersten Liga beispielsweise im Gegenzug eine neue, weitere fanunfreundliche Anstoßzeit geschaffen und der Spieltag weiter zerstückelt werden, so ist niemandem geholfen.
Das Problem der fanunfreundlichen Spieltagsansetzungen muss für alle betreffenden Ligen komplett auf den Prüfstand und in Gänze behoben werden.

Bereits in den vor einigen Monaten veröffentlichten und an DFB und die in der DFL organisierten Vereine übermittelten Positionspapieren der Fanszenen Deutschlands haben wir folgende Forderungen aufgestellt, von denen wir nicht abweichen werden:

• die komplette Abschaffung der „Englischen Wochen“ mit Spielansetzungen von Dienstag bis Donnerstag
• die komplette Abschaffung der „Montagsspiele“
• bei Spielen am Freitag, sowie innerhalb der Woche im DFB-Pokal kein Anpfiff vor 19:30 Uhr
• kein Anpfiff vor 14 Uhr an Samstagen und Sonntagen
• die konsequente Einhaltung der sogenannten „300km-Regel“, wonach die Spielorte zweier Vereine die nicht an einem Samstag gegeneinander spielen, maximal 300km voneinander entfernt liegen sollen

Wie die Anstoßzeiten in den kommenden Spielzeiten gestaltet werden, liegt auch in unserer Hand. Als Fans und Mitglieder haben wir ein Recht darauf zu erfahren, wie unsere Vereinsvertreter auf DFL-Sitzungen entscheiden. Nur mit umfangreicher Transparenz kann Abstimmungen und dubiosen Deals in Hinterzimmern entgegengewirkt werden.

Am 13.Spieltag hat die DFL erneut ein Erstligaspiel auf den Montagabend gelegt, zudem findet in der 3. Liga unter der Regie des DFB, wie fast jeden Montag, eine Partie statt. Am Wochenende rund um diesen Spieltag wird es daher zu bundesweiten Protesten in den Fankurven kommen:

Wir werden die komplette erste Halbzeit auf organisierten Support verzichten.

Ein wirksamer Protest kann nur gemeinsam funktionieren. Selbstverständlich fällt es niemandem leicht, die eigene Mannschaft in dieser Zeit nicht zu unterstützen. Allerdings besteht die riesige Chance auf entscheidende Veränderungen, die den Fußball endlich wieder in eine positive Richtung lenken würden. Aus Kreisen der Vereine ist zu hören, dass die Abschaffung der Montagsspiele und englischen Wochen als durchaus realistisch eingeschätzt wird. Selbst das Montagsspiel der zweiten Liga steht zugunsten eines Alternativtermins am Samstagabend zur Diskussion. Also lasst uns aktiv werden und unseren Forderungen Nachdruck verleihen. Wir holen uns unser Spiel zurück!

Für den Beginn der zweiten Halbzeit haben wir eine kleine Aktion geplant, um dann geschlossen und kraftvoll mit dem Support zu starten. Bringt dazu bitte alle, wie es ohnehin üblich sein sollte, einen Schal mit und achtet auf die Ansagen der Vorsänger.

Mehr zum Thema findet ihr in den Positionspapieren der Fanszenen Deutschlands

Fankalender ab sofort online bestellbar

Vom: 05. November  2018

Ab sofort ist der Fankalender auch online erhältlich. Zudem gibt es die Möglichkeit die CD „Lieder der Cannstatter Kurve“ zu bestellen: https://freiraum.ultra-attitude.de/bestellung/

Mehr zum Fankalender
Mehr zur CD „Die Lieder der Cannstatter Kurve“

Nicht erst seit dem Korruptionsskandal rund um die Vergabe der Weltmeisterschaft 2006 ist klar, dass die Bonzen in der DFB-Zentrale gerne einmal den ein oder anderen Schein zu viel ausgeben. Diese Allmachtstellung und Gier führt zu einer stetigen Veränderung des Fußballs. Seit Jahren werden Unsummen an Spieler und deren Berater bezahlt. Auch für Eintrittskarten muss der normale Fan mittlerweile immer tiefer in die Tasche greifen. Traditionsvereine, deren Spiel seit Jahren ausnahmslos ausverkauft waren, bekommen ihre Stadien nicht mehr annähernd voll.

Unsere Aktion hat nicht nur die Absicht die Korruptionsgeschichte des DFB anzuprangern, sondern möchte das bestehende System hinterfragen und kritisieren. Denn es geht oftmals nicht mehr um Fußball, sondern lediglich um die Steigerung von Profiten. Kapitalinteressen stehen über dem Wohl des Sports und schon zweimal über dem der Fans. Ein Fußball, der seine Seele für eine Handvoll Geld verkauft, ist nicht unserer! Wir wollen einen Fußball, der im Stadion gelebt wird, der eine breite Basis hinter sich weiß und der Entscheidungen zum Wohle der Menschen trifft die ihn lieben.

Die aktuellen Entwicklungen im Hinblick auf die Vermarktung verschiedener Anstoßzeiten zeigt, dass wir als Fans mit unseren Warnungen seit Jahren nicht falsch gelegen haben und das Rad der Zeiten und Tage sich weiterdreht. Die DFL lässt keine Chance ungenutzt um im Hintergrund die Vereine mit noch höheren TV Summen zu ködern und diese Meldung dann bei BILD und Co. als die Abstimmung für Samstag und Montag Abendspiele zu platzieren. Die entscheidende Rolle der Fans wird weiterhin nur wenig in Betracht gezogen, hierbei sollten auch einige Vereine Ihren Standpunkt hinterfragen.

Fußball ist aus der Gesellschaft nicht mehr wegzudenken, doch entwickelt er sich fortschreitend zu einem Spielball einiger geldgeiler Manager und Berater. Unser Volkssport darf in Deutschland kein Luxusprodukt werden, das seinen ursprünglichen Werten den Rücken zudreht.

Passend zum Aktionsspieltag kündigte der Spiegel neue Football Leaks an, der Inhalt ist durchaus brisant: So sollen sogenannte Top-Teams an einer europäischen Super-Liga gearbeitet haben, mit dem Ziel den bisherigen Wettbewerben inkl. Championsleague, den Rücken zu kehren.
http://www.spiegel.de/sport/fussball/football-leaks-bayern-muenchen-gianni-infantino-manchester-city-und-psg-a-1235983-amp.html

Wir holen uns unser Spiel zurück !

Neues vom Fanstand

Vom: 01. November  2018

Ab dem Spieltag gegen die Eintracht aus Frankfurt wird er wieder verkauft – der mittlerweile 14. Fankalender des Commando Cannstatt! Durch den Kalender, der in unserer Fanszene bereits zu einer festen Institution geworden ist, konnten seit seiner ersten Auflage im Jahr 2006 insgesamt unglaubliche 124.300€ Spenden an gemeinnützige Einrichtungen übergeben werden. Der gesamte Erlös des 14. Fankalenders wird dieses Mal an das Weraheim in Stuttgart gespendet. Für Schwangere gibt es in Stuttgart viele Hilfsangebote: Beratungen, Betreuungen und finanzielle Hilfen. Es gibt allerdings auch Schwangere, die diese Hilfsangebote nicht annehmen können, da sie sich in extrem schwierigen und ausweglos erscheinenden Situationen befinden. Die Folge: Sie entbinden ihr Kind heimlich – ohne medizinische Versorgung. In ihrer Verzweiflung sehen sie oftmals keine andere Möglichkeit, als ihr Kind auszusetzen oder gar zu töten. Für Frauen, die sich in einer solchen Notlage befinden, bietet die Babyklappe Stuttgart Hilfe. Sie haben die Möglichkeit, ihr Neugeborenes in fürsorgliche Hände zu geben. Straffrei und garantiert anonym! Also nutzt die Chance auf den Fankalender 2019 und unterstützt gleichzeitig Menschen in Not in unserer Stadt.

Erwerben könnt ihr den Fankalender für 9€ ab dem Frankfurtheimspiel am Fanstand hinter der Cannstatter Kurve sowie bei unseren zahlreichen fliegenden Verkaufsteams rund um das Neckarstadion.

Anfang Oktober beschloss der VfB, bzw. die Verantwortlichen der AG, offiziell eine Kooperation mit dem chinesischen Erstligisten Guangzhou R&F. Verwundern sollte dies spätestens auf den zweiten Blick niemand mehr. Dass DFB & DFL gemeinsam mit Wirtschaft und Politik nach China blicken ist kein Geheimnis. Findet man sonst, unter anderem politisch, nur wenig Gemeinsamkeiten auf der deutsch-chinesischen Ebene, so soll jetzt der Fußball mit seiner Popularität dazu dienen, die wirtschaftlichen Beziehungen der beiden Länder zu stärken und auszubauen. Dass der VfB meist linientreu gegenüber den Verbänden agiert und auch in Bezug auf China keine Berührungsängste hat, ist hinlänglich bekannt. Bereits in der vergangenen Saison äußerte sich Michael Reschke sichtlich unkritisch über den Vorschlag bezüglich eines möglichen Pokalfinales in China und auch bei der Farce um die chinesische U20-Nationalmannschaft in der Regionalliga Süd waren von den Verantwortlichen des VfB keine kritischen Stimmen zu vernehmen. Vielmehr stellte der VfB in den vergangenen Monaten bereits Experten für den chinesischen Markt zur „Internationalisierung“ des Vereins ein. Da stellt sich einem schon die Frage, ob hier nicht genügend Arbeit vor der eigenen Haustüre liegt.

Worin aus sportlichen Gesichtspunkten der Mehrwert einer Kooperation mit einem mittelmäßigen chinesischen Erstligisten liegen soll, erschließt sich zudem überhaupt nicht. Doch egal, die Goldgräberstimmung scheint ausgebrochen, die in der Fußballbranche um sich greifende Chinaorientierung hat auch den VfB erfasst und wirtschaftliche Interessen stehen in dieser Kooperation ganz klar über dem sportlichen Output. Ein ähnlicher Weg wird ja auch schon beim Thema „E-Sports“ eingeschlagen, von welchem man sich ohne sportlichen Mehrwert für den Verein in Zukunft augenscheinlich mehr wirtschaftliches Wachstum zu generieren verspricht, als durch klassische Themen eines Vereins, wie Breitensport, Frauenfußball oder ähnliches. Während der VfB auf seiner Homepage eher oberflächlich davon berichtet, dass man „neben der Einbindung in die Außenkommunikation von R&F die Möglichkeit, das weitreichende Netzwerk des Clubs in China zu nutzen und mit dieser Unterstützung nachhaltig in China Fuß zu fassen“ erhält, wird der neue Partner auf seiner Homepage in der Benennung der Ziele schon konkreter. Dort ist die Rede von den Bereichen „Geschäftsmarkterschließung, Fan-Mitgliedschaftsrechte, Fußballgeschäftsforschung, E-Sport-Sponsoring etc.“ und zudem wird im Bericht auch explizit die Gastgeberrolle für VfB AG-Anteilseigner Mercedes-Benz in China angesprochen. Ein Schelm wer Böses dabei denkt, dass der VfB sich einen Kooperationspartner ausgerechnet in der chinesischen Wirtschaftsmetropole Guangzhou, einer Region, die auch als „Fabrik der Welt“ bezeichnet wird, aussucht? Und das in Zeiten, in denen noch immer ein zweiter Ankerinvestor für die AG gesucht wird und die Abkehr vom lange beworbenen „regionalen Investor“ längst öffentlich gemacht wurde?

Dies passt aber alles ins Bild der Marketingabteilung. Ob Chinavermarktung, E-Sports, Pop-Up Stores für künstlich verknappte Sondertrikots, die alljährlichen Weihnachtspullis und vieles mehr: Man wird das Gefühl nicht los, dass ohne wirkliches Konzept alles blind adaptiert wird, was bei anderen Vereinen auch Umsatz generiert. Selbst die von uns für die Fans organisierte Karawane Cannstatt, die alljährlich auch ein der aktiven Fanszene aktuelles Anliegen auf die Straßen trägt, wurde in diesem Jahr versucht vom Verein für seine kommerziellen Zwecke zu nutzen, ohne den Inhalt und die Anliegen der Fanszene zu transportieren. Ein wirklich eigenes Profil wird so sicherlich nicht geschärft. Wofür der VfB steht bleibt unklar. Im Gegensatz zu wirklich innovativen, kreativen Ideen, wird man durch die vorherrschende copy&paste Strategie die Konkurrenz nie überholen, sondern auch in diesem Bereich immer nur hinterherhecheln. Von einer Identifikation stiftenden Außendarstellung scheint der VfB meilenweit entfernt. Dass der VfB sich diese Entwicklung gerade in einer Zeit erlaubt, in der bundesweit tausende Fußballfans lautstark den Kampf gegen die weitere Ausschlachtung ihres Fußballsports führen und sich zahlreiche Fans emotional von ihrem Lieblingssport entfernen, ist schlichtweg jedes Mal aufs Neue ein Schlag ins Gesicht.

Chinesische Touristen in blauen Trikots sind für uns in der Cannstatter Kurve nicht vorstellbar, daran ändert auch eine vorgesetzte Kooperation nichts.