Spruchbänder beim Heimspiel gegen Hoffenheim

Vom: 22. September  2014

Zunächst möchten wir uns ganz herzlich für die zahllosen positiven Rückmeldungen zu unserer Stellungnahme “Der freie Fall – Wir haben die Schnauze voll” bedanken! Auch die Reaktionen und Sprechchöre im Stadion bekräftigen uns in unserer Auffassung, die Fehlentwicklungen der Vergangenheit richtig analysiert und die richtigen Verantwortlichen für den sportlichen Niedergang identifiziert zu haben.

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“37 Spiele – 33 Punkte – Willkommen in der Realität. Sommerpause nicht genutzt – Von Aufarbeitung nichts zu sehen. Bobic & Wahler, wer seiner Arbeit nicht gewachsen ist muss gehen!”

Da wir es schon immer für unabdingbar gehalten haben, vor sachlicher Kritik nicht die Ohren zu verschließen, ist es wichtig, ein paar Worte zum Zeitpunkt unserer Stellungnahme zu verlieren. Herr Bobic wirft uns ja bekanntlich vor, in der Frühphase der aktuellen Saison Horrorszenarien an die Wand zu malen. Wir teilen diese Auffassung nicht. Erstens stellt unsere Stellungnahme eine Analyse der Vergangenheit und kein Schauermärchen dar. Zweitens hat für uns dem Gefühl nach keine neue Saison begonnen, sondern die alte Saison setzt sich nahtlos fort. Eine Aufarbeitung des Beinahe-Abstieges hat trotz vollmundiger Ankündigung der Verantwortlichen offensichtlich nicht stattgefunden, wodurch das Vertrauen in die sportliche Leitung schlicht und einfach erschöpft ist. Diesem Umstand haben wir am Samstag per Spruchband Rechnung getragen.

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“Kein Teamgeist, keine Punkte!”

Bereits zum Einlaufen der Mannschaften haben wir die Männer in den Brustringtrikots deutlich in die Pflicht genommen. Sehen wir der Realität ins Auge: Unsere aktuellen Spieler werden sich sicherlich nicht über Nacht zu Weltstars oder gar zu den kolportierten Krachern entwickeln. Allerdings erwarten wir von jedem eine tadellose und professionelle Einstellung im Kampf um den Klassenerhalt.

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“Wahler: Schönwetterpräsident statt Krisenmanager”

Das letzte unserer Spruchbänder war Bernd Wahler gewidmet. Dieser hatte sich schon in der abgelaufenen Saison in unseren Augen als Mogelpackung erwiesen. Nach einem beängstigenden 2:2 gegen Absteiger Braunschweig blieb die Kurve im Stadion, um von den Verantwortlichen zu erfahren, wie diese gedenken die Misere in den Griff zu bekommen. Herr Wahler kam dieser Aufforderung nicht nach. Aktuell hat man ebenfalls den Eindruck, dass eine Vogel-Strauß-Taktik verfolgt wird. Öffentlich vernehmbar war nur ein knappes Treuebekenntnis zu Bobic. Was solche Aussagen im Bundesligageschäft wert sind, weiß jeder Fan. Sollte Fredi Bobic trotzdem seinen Hut nehmen müssen, wirft das kein gutes Licht auf Herrn Wahler. Wir brauchen keinen Präsidenten, der nur in den Medien ist, wenn es darum geht neue Luftschlösser zu entwerfen und der den Kopf offensichtlich in den Wolken hat. Wir brauchen einen Krisenmanager, der mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen steht.