Seit unserer letzten Äußerung zu diesem Thema ist mittlerweile einiges an Zeit vergangen und erfreulicherweise gibt es einige Fortschritte zu vermelden: Im Sinne der von uns wiederholt und nachdrücklich eingeforderten Transparenz hat die VfB-Vereinsführung vor Weihnachten seinen Mitgliedern und der Öffentlichkeit erste Informationen über die von ihm favorisierte zukünftige Struktur bereitgestellt. Zudem finden sich auf der Projekthomepage die Protokolle der AG-Sitzungen und die erarbeiteten Grundlagen der Arbeitsgruppe, auch die Vorstellung der Mitglieder der Arbeitsgruppe ist mittlerweile verfügbar.

Als Input für fruchtbare Diskussionen auf den anstehenden Regionalversammlungen, wo zudem auch die Ergebnisse der Onlinebefragung und der persönlichen Interviews vorgestellt werden sollen, ist die Broschüre sicher sinnvoll. Allerdings lassen die von der Vereinsführung skizzierten Pläne viele Fragen offen, auf deren Beantwortung man gespannt sein darf. Vor allem da die Begründung einer Ausgliederung auf der These aufbaut, dass die Gründe für eine angebliche mangelnde Konkurrenzfähigkeit fehlende finanzielle Mittel und die veraltete Vereinsstruktur seien.

Diese Betrachtung blendet die Fehler der handelnden Personen in der Vergangenheit (Spardoktrin, Personalentscheidungen, Einmischung des Aufsichtsrats in das Tagesgeschäft) allerdings komplett aus. Die wiederholte Nicht-Entlastung der Vereinsgremien auf den Mitgliederversammlungen zeigt, dass die Mitgliedschaft diese allerdings sehr wohl sieht. Dieses Thema hat uns bereits im Nachgang der letztjährigen Mitgliederversammlung beschäftigt: Rückblick Mitgliederversammlung 2015.

Nebenbei sieht die vorgeschlagene Struktur der Vereinsführung auch wieder viele neue Pöstchen im neu zu schaffenden „Vereinsbeirat“ vor. Um es deutlich zu sagen: Wir ULTRAS streben keine Posten oder Pöstchen im Verein an! Wir sehen unsere Aufgabe in der Unterstützung des Vereins auf den Rängen und darin, die Vereinsentwicklung mit kritischem Blick zu verfolgen.

Denn bei aller Diskussion um Strukturen oder Finanzmittel: Langfristiger sportlicher Erfolg wird sich so lange nicht einstellen, so lange persönliche oder unternehmerische Interessen vor denen unseres VfB stehen.

Auf gute und sachliche Diskussionen rund um die Zukunft unseres VfB!

Commando Cannstatt 1997
Schwabensturm 2002

Nachdem der VfB Stuttgart die Ticketpreise für das Pokalspiel gegen den BVB veröffentlicht hat, haben sich die Mad Beavers (OFC) in einem Text dazu geäußert. Absolute Leseempfehlung:
Text der Mad Beavers: „VfB – BVB: What the fuck?“

Das im gestrigen Spiel von Dortmund präsentierte Material wurde bei einer unehrenhaften Aktion im Jahre 2010 entwendet. Dabei wurde sich über die Fanbetreuung Zutritt zum Fahnenraum der Fanszene des VfB Stuttgart verschafft und dabei Einbruchspuren hinterlassen. Ultras ohne Ehre – Feinde unserer Bewegung!
Unten findet sich unsere ausführliche Äußerung zur Sache aus dem Jahr 2010.

Yesterday flags of our group were presented during the match against Dortmund. There was no honour in this action, in fact it was a break-in in the VfB Stuttgart Supporters Storage. „Ultras“ without honour – enemies of our movement.

Ieri bandiere del nostro gruppo sono state esposte durante la partita contro il Borussia Dortmund. Stendardi sottratti con una azione priva di mentalità scassinando il magazzino dei tifosi dello Stoccarda. „Ultras“ senza onore – i nemici del nostro movimento.

Hier, des étendards de notre groupe ont été exhibés durant le match contre Dortmund. Il n’y avait aucun honneur dans cette action qui était, en fait, le résultat d’un cambriolage du „VfB Stuttgart Supporters Storage“. „Ultras“ sans honneur – Ennemis de notre mouvement.

ultras-ohne-ehre

Statement zur Sache vom Juli 2010:
Einbrüche, Aufbrüche, Hausbesuche – die neuen Werte der Ultras?
Wir haben lange überlegt, ob wir uns zu diesem komplexen und schwierigen Thema äußern sollen. Diverse Ereignisse in jüngerer Vergangenheit haben uns schließlich dazu bewogen, mit unserer Meinung an die Öffentlichkeit zu treten, auch wenn wir wissen, dass das vielschichtige Meinungsbild in Deutschland sowie die einzelnen Vorfälle, die jeweils individuell beurteilt werden müssen, eine gesamtübergreifende Einschätzung nahezu unmöglich machen. Dieser Text soll weder belehren noch anderen etwas aufdiktieren, er soll lediglich in ungeschminkter Art die Standpunkte unserer Gruppe darlegen, in der Hoffnung, eine Diskussion über Werte der Ultras anzustoßen, die unserer Meinung nach im Hinblick auf die Entwicklung unserer Bewegung, speziell der nachfolgenden Generationen, wichtiger ist denn je.

Ein in der öffentlichen Wahrnehmung von Ultras, aber auch innerhalb unserer eigenen Subkultur immer wieder polarisierendes Thema ist das Erbeuten von gegnerischen Fahnen. Die Eroberung von Fahnen an Spieltagen hat es schon immer gegeben und wird es auch immer geben. Gerade das Material von Ultrasgruppen ist stets ein beliebtes Ziel des Gegners, welches bei einem Wechsel der Seiten der jeweils erfolgreichen Kurve Respekt und Anerkennung beschert, während es der unterlegenen Kurve einen harten Schlag versetzt. Auch unsere Kurve hat in ihrer Geschichte schon diverse Fahnen erobert und verloren. Zweifellos der bitterste Moment für uns als Gruppe war der Verlust unserer Auswärtszaunfahne in Köln 2004. Damals konnten wir unsere Fahne nicht verteidigen und müssen uns eingestehen, uns und die gesamte Stuttgarter Fanszene blamiert zu haben. Die Fahne wurde damals auf ehrliche Art am Spieltag erbeutet und somit wird auch der Verlust, so bitter er für uns war und nach wie vor ist, von unserer Seite voll und ganz akzeptiert. Wer es nicht schafft, auf sein Material aufzupassen und dieses auf den Anfahrtswegen zu einem Spiel, vor dem Stadion oder im Stadion verliert, ist selbst schuld und muss mit den Konsequenzen leben. Zumal, wenn man oft genug selbst Initiator solcher Aktionen ist. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob eine Gruppe in Überzahl agiert oder nicht, ob die Situation angemessen war oder nicht – wer sich mit dem Namen Ultras schmückt, muss zu seinen Idealen stehen und Wege finden, sein Material zu verteidigen. Auch Fanclubs sollten diesen Gegebenheiten realistisch ins Auge sehen und ihr oftmals naives Auftreten überdenken. Dass man in fremden Städten nicht gemütlich mit der Fahne unter dem Arm an der Heimkurve vorbeilaufen kann, sollte inzwischen überall angekommen sein.

In letzter Zeit scheint sich in Deutschland allerdings eine Entwicklung zu vollziehen, die wir für sehr bedenklich halten. Einbrüche in geschlossene Fanräume, Container oder Stadien, das Zugänglichmachen über Dritte oder Aufbrüche von Autos, um an das Material des Gegners zu kommen, haben rein gar nichts mit unserem Verständnis von Ultras zu tun. Neben anderen Geschehnissen in Deutschland ereignete sich vor einigen Wochen auch in Stuttgart ein solcher Vorfall. Unbekannte haben sich über die Fanbetreuung Zutritt in das Carl-Benz-Center des VfB Stuttgart verschafft, in dem unter anderem Fanräume des Vereins untergebracht sind, in welchen auch diverses Material von uns und anderen Stuttgarter Gruppen lagert. Dort wurden Einbruchsspuren hinterlassen sowie eine nicht unerhebliche Anzahl an Material gestohlen, wobei Zaunfahnen nicht betroffen sind. Wir wollen hier nicht rumheulen, wir stehen zu allen bisherigen Materialverlusten unserer Gruppe und haben nie versucht, die Vorfälle schön zu reden. Im Gegensatz zu den bisherigen Verlusten, die wir voll und ganz anerkennen, wird diese Aktion von uns aber nicht akzeptiert. Hier wurde eine Grenze überschritten, die jeglichem Respektverständnis unter Ultras den Nährboden entzieht. Solche Aktionen sind nicht nur feige, da dem Gegner keinerlei Gelegenheit gegeben wird, sich zu verteidigen, sie entwerten auch die Bedeutung regulärer Fahneneroberungen. Die Stärke über den Gegner, die man mit einer Eroberung demonstriert, wird ad absurdum geführt, wenn zukünftig jeder Dorfultras nachts heimlich in die Räumlichkeiten einer überlegenen Gruppe einbrechen kann und dafür den gleichen Fame bekommt. Wenn solche niederträchtigen Aktionen, wie sie sich in den letzten Monaten bundesweit abgespielt haben, keine Ablehnung erfahren und schweigend geduldet werden, ist es nicht mehr weit bis die nächste Grenze überschritten wird. Es wird eine Spirale in Gang gesetzt, die sich nur schwer stoppen lässt. Was kommt als nächstes? Einbrüche in Privatwohnungen? Oder der Einsatz von Messern? Ist inzwischen jedes Mittel recht, um an das Material des Gegners zu kommen?

Leider werden, wenn man die Berichte anderer Gruppen verfolgt, auch weitere bestehende Tabus gebrochen. Sind Hausbesuche inzwischen ein adäquates Mittel, um Gegner in die Schranken zu weisen? Was ist die nächste Stufe? Ein Besuch am Arbeitsplatz? Leider bleibt auch hier die deutsche Ultrasszene Antworten schuldig. Solange jegliche Vorkommnisse unkommentiert stehen gelassen werden, übernehmen andere die Meinungsführerschaft. Längst hat ultras.ws das Bild vieler Jugendlicher geprägt, weil es die deutschen Gruppen trotz guter Vernetzung bis heute nicht geschafft haben, eine Gegenöffentlichkeit herzustellen. Wollen wir weiter schweigend zuschauen, wie solche ekelhaften Foren unseren Nachwuchs verderben? Es wird Zeit, dass nicht nur gegen die staatliche Repression, sondern auch gegen den zunehmenden Werteverlust innerhalb unserer Bewegung gemeinsame Wege beschritten werden. Eine offen geführte Diskussion über das Selbstverständnis von Ultras wäre schon einmal ein Anfang.

Commando Cannstatt im Juli 2010

Wie angekündigt freuen wir uns darüber, euch jetzt den Spendenempfänger für die diesjährige Fankalenderaktion bekanntgeben zu können: Der gesamte Erlös des Fankalenderverkaufs geht an die Stuttgarter Vesperkirche.

Seit 1995 öffnet die Stuttgarter Leonhardskirche ihre Türen für Menschen, die krank, arbeitslos oder überschuldet sind. Sieben Wochen lang, von Januar bis März, ist die Vesperkirche ein Ort der Begegnung, wo jeder sein darf wie er ist! Hierfür wird die Leonhardskirche so umgebaut, dass morgens heißer Kaffee und Tee ausgeschenkt werden kann. Wer eine Nacht im Freien hinter sich hat, erhält Decken und kann sich auf die Kirchenbänke schlafen legen. Die Besucher werden von Ärzten medizinisch versorgt. Manche der täglich bis zu 1.000 Gäste wollen für sich sein, Zeitung lesen oder Musik hören. Andere spielen Schach oder Skat. Für Gespräche und Beratung stehen Diakoninnen und Diakone zur Verfügung. Ab 11.30 Uhr kann man für 1,20 Euro ein warmes Mittagessen bekommen. Und auch wer keine 1,20 Euro dabei hat, wird nicht weggeschickt. Am Nachmittag gibt es kostenlose Vesperbeutel. Mit einer Andacht schließt die Vesperkirche täglich um 16.15 Uhr. Rund 600 Ehrenamtliche helfen bei der Durchführung der Vesperkirche, die sich allein aus Spenden finanziert. Es lohnt sich also auch dieses Jahr wieder die Aktion mit dem Kauf eines Kalenders zu unterstützen.

Ihr erhaltet den Fankalender für nur 9 € am Fanstand im Bauch der Cannstatter Kurve, bei unseren fliegenden Händlern im und ums Stadion sowie in unserem Online-Shop: http://freiraum.ultra-attitude.de/ .

Auf der Mitgliederversammlung am 11.10.2015 wurde von Rainer Mutschler der Themenkomplex Vereinsentwicklung und die in diesem Zusammenhang geplanten Maßnahmen des VfB vorgestellt. Vorgesehen ist hierbei auch eine AG mit dem gleichlautenden Titel, die sicherstellen soll, dass alle Mitglieder repräsentativ in die Diskussionsprozesse einbezogen werden und diese offen und transparent ablaufen. Auf Ausführungen zur Zusammensetzung der AG muss an dieser Stelle leider verzichtet werden, da der offiziellen Vorstellung der Mitglieder durch die Projektleitung nicht vorgegriffen werden soll.

Wie auf der Homepage zur Vereinsentwicklung angekündigt, möchte der VfB gerne mit einer ausführlichen Situationsanalyse in Form einer Mitgliederbefragung und Mitgliederinterviews in den Diskussionsprozess einsteigen, allerdings offenbarten sich bereits auf der ersten Sitzung enorme Diskrepanzen in dafür grundlegenden Themen. Per Definition soll die AG nämlich ergebnisoffen den Diskussionsprozess über die Vereinsentwicklung begleiten, durch die allseits bekannte Aussage von Präsident Wahler auf der Mitgliederversammlung ist das Thema Vereinsentwicklung aber untrennbar mit einer möglichen Ausgliederung verbunden. Somit kann die AG nicht aus einer neutralen Position starten und auch nicht ergebnisoffen arbeiten, darüber hinaus setzt man sich eventuell dem Verdacht aus, dass die AG lediglich als Feigenblatt dienen soll, während die Entscheidung seitens der Verantwortlichen schon lange gefallen ist und die AG nur die Stichworte liefern soll, mit denen sich die geplante Ausgliederung bestmöglich scheibchenweise kommunizieren lässt.

Die Fanvertreter haben dieses Problem bereits auf der ersten Sitzung angesprochen und die Ausgangslage massiv kritisiert. Am 5.11.2015 wurde sich deshalb nochmals getroffen, da aufgrund der Grundsatzkonflikte auch noch keine Diskussion über den Fragebogen für die Mitgliederbefragung stattgefunden hatte. Im Vorfeld dieser Sitzung einigten sich die Fanvertreter auf elementare Punkte, die dazu beitragen sollen eine sinnvolle Basis für die AG zu finden. Zentral ist hierbei die Forderung nach der Beendigung der Zweigleisigkeit, die AG kann nicht ergebnisoffen und unvoreingenommen einen Diskussionsprozess innerhalb der Mitgliedschaft initiieren, wenn parallel der Vorstand reklamiert bereits die beste Lösung für den VfB gefunden zu haben, ohne zu erklären welches Problem damit wie gelöst werden soll, wie andere Alternativen aussahen, unter welchen Gesichtspunkten die Alternativen verglichen wurden und warum welche Alternative verworfen wurde. Mit einem Wort: Transparenz.

Auch auf der Sitzung am 5.11.2015 konnte über die Grundlagen der AG keine Einigkeit erzielt werden und auch die Diskussion über den Fragebogen für die Onlinebefragung zog sich durch diesen Grundsatzkonflikt massiv in die Länge, obwohl hier von den Fanvertretern konstruktiv und im Sinne der Sache eine Lösung gesucht wurde. An dieser Stelle dann die obligatorische Bitte an dieser Befragung teilzunehmen, die entsprechende Email sollte zwischenzeitlich verschickt worden sein. Über die Interviews wurde nicht weiter gesprochen, da die Fanvertreter selber interviewt werden sollen und ihnen die Fragen deshalb nicht bekannt sein dürfen. Wer wann und warum sonst noch interviewt werden soll, ist nicht bekannt.

Das Fazit fällt zu diesem Zeitpunkt entsprechend durchwachsen aus, die Fanvertreter sind durch die Formulierung ihrer Punkte zur Verbesserung der Ausgangslage der AG und die konstruktive Mitarbeit am Fragebogen im Sinne des ambitionierten Zeitplans bereits zwei Mal in Vorleistung getreten, obwohl aufgrund der ungelösten Grundsatzprobleme Bauchschmerzen bestehen. Die jetzt notwendige Diskussion kann aber nicht mehr länger vertagt werden.

Commando Cannstatt 1997

Werde JETZT VfB-Mitglied!

Vom: 03. November  2015

Nachdem der Termin für die nächste VfB-Mitgliederversammlung bereits feststeht, solltet ihr euch den 26.06.2016 bereits jetzt dick und fett im Kalender anstreichen. An diesem Termin wird über die zukünftige Ausrichtung des VfB Stuttgart – aller Voraussicht nach über eine mögliche Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung – abgestimmt.

Um ein Stimmrecht zu haben, muss man übrigens 6 Monate lang Vereinsmitglied sein. Die Zeit drängt also: Wer bisher noch nicht VfB-Mitglied ist aber über die Zukunft unseres Vereins mitentscheiden will, sollte jetzt den Mitgliedsantrag ausfüllen und dem VfB zukommen lassen:

http://ad.vfb.de/sonstiges/VfB_Stuttgart_Mitgliedsantrag_EV.pdf

Fankalender 2016

Vom: 30. Oktober  2015

fankalender2016

Bereits zum 11. Mal erscheint der beliebte Fankalender, der zu einer festen Institution in der Cannstatter Kurve geworden ist. Seit dem ersten Kalender im Jahr 2006 konnten auf diese Weise fast € 83.000,00 für einen guten Zweck gesammelt werden. Natürlich wollen wir dieses Jahr nochmal einen drauf setzen. Den entsprechenden Spendenempfänger geben wir in Kürze bekannt.

Den Fankalender erhaltet ihr ab dem Heimspiel gegen Darmstadt für nur 9 € am Fanstand im Bauch der Cannstatter Kurve, bei unseren fliegenden Händlern im und ums Stadion sowie ab Mitte November auch in unserem Online-Shop: http://freiraum.ultra-attitude.de/

Möglichkeit der Sammelbestellung für die OFC´s:
Auch dieses Jahr könnt ihr Eure Bestellung für die Kalender und das StoCCarda gesammelt an uns schicken. Wir hoffen, dass wir Euch dadurch ein kleines bisschen Aufwand abnehmen können. Meldet euch dazu bitte unter der Emailadresse: kalender@cc97.de

vfbfci
…und Ihr wollt uns erklären was Recht und Unrecht ist? DFB, UEFA, FIFA = MAFIA!

Das sogenannte Sommermärchen war nach Spiegel-Informationen vermutlich gekauft. Diese Meldung schlug in interessierten Kreisen ein wie eine Bombe!
Man hatte zwar schon immer den einen oder anderen Unkenruf gehört, aber dass die Sache jetzt wohl belegbar genug für einen Presseartikel schien, ist ein handfester Skandal. Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Genau der DFB, der ein beispielloses Parallelstrafrecht etabliert und landauf und landab „unsportliches Verhalten“ mit Phantasiesummen sanktioniert, ist vermutlich in einen handfesten Schmiergeldskandal verwickelt. Nachdem wir in der Vergangenheit bereits die UEFA wegen dem Geisterspiel in Rom und dem Terminchaos um unser Auswärtsspiel in Moskau als Mafia bezeichnet hatten, war es nun dringend an der Zeit, den Verbandsreigen zu komplettieren.

Rückblick Mitgliederversammlung 2015

Vom: 13. Oktober  2015

Eine Rückschau auf den letzten Sonntag und die damit verbundene Bewertung der Ereignisse ist sicherlich nicht ganz einfach. Vielleicht bietet es sich deshalb an, mit dem offensichtlichsten Aspekt zu beginnen: Zwischen der Mitgliederschaft und dem Aufsichtsrat ist das Tischtuch durch. Nachdem schon im letzten Jahr dem Aufsichtsrat knapp die Entlastung verweigert wurde (46,7 % Ja, 53,3 % Nein), fiel das Ergebnis dieses Jahr extrem deutlich aus und über 70 % der anwesenden Mitglieder verweigerten dem Aufsichtsrat die Entlastung. Die Gründe hierfür sind sicher vielschichtig. Was am Sonntag am deutlichsten auffiel war die majestätsbeleidigte Gutsherrenart von Herrn Dr. Garcia auf einen Vorwurf, der mit einem kleinen Eingeständnis eines unprofessionellen, aber menschlichen Moments sicherlich weitestgehend entkräftet gewesen wäre. Herr Dr. Schmidt sah sich mit dem Vorwurf konfrontiert, es hätte Ende letzten Jahres ein Gespräch zwischen ihm, Thomas Tuchel und Dieter Zetsche gegeben, in dem Herr Tuchel sein Konzept für den VfB vorgestellt hatte. Später wurde ihm angeblich per SMS abgesagt. Die Antwort von Herrn Dr. Schmidt war streng betrachtet keine, da sie eine Vielzahl an neuen Fragen aufwirft. Zunächst führte er aus, dass die Trainersuche für den VfB nicht seine Aufgabe sei, seine Personalgespräche wären allerdings vertraulich und deshalb würde er nicht mehr dazu sagen wollen. Wenn er also keinen Trainer sucht, wozu dann vertrauliche Personalgespräche mit Herrn Tuchel? Und was hat Herr Zetsche bei vertraulichen Personalgesprächen, bei denen kein Trainer gesucht wird, weil es nicht zum Aufgabengebiet des Aufsichtsrats gehört, verloren? Unserem Wissen nach bekleidet Herr Zetsche nämlich keine Funktion beim VfB. Wenn so ein Gebaren mit einem dermaßen eindeutigen Votum quittiert wird, dann darf man gespannt sein wie die Herren gedenken, das Ruder noch einmal herumzureißen.

Etwas schwieriger fällt die Beurteilung im Falle des Vorstandes. Zwar wurde auch dieser nicht entlastet (48,6 % Ja, 51,4 % Nein) und musste sich viel Kritik aufgrund der sportlichen Situation anhören, aber das Gesamtbild war geschlossener und im Vergleich zum Aufsichtsrat erfreulich geerdet. Bernd Wahler bemühte sich, als umsichtiger Integrator durch die Veranstaltung zu führen und zeitgleich seine strukturellen Reformen im Tagesgeschäft des VfB herauszustreichen. Genau wie Robin Dutt stellte auch er sich hinter den Trainer, allerdings nicht ohne ihm zu attestieren, auch mal übers Ziel hinausgeschossen zu sein. Robin Dutt fand auch noch sehr deutliche Worte in Richtung der anwesenden Mannschaft und ermahnte diese, nicht nur Vollgas zu geben, wenn es schon wieder um alles geht. Die Strategie ist also klar: Wie in der letzten Saison wird am Trainer festgehalten mit der Hoffnung, dass er die Mannschaft in den Griff bekommt und der Erfolg einem nach der Saison Recht gibt. Wir sind gespannt. Stefan Heims Einlassungen zu den Finanzen sorgten dieses Jahr verblüffenderweise nicht für einen Run auf die Toiletten oder zu den Verpflegungsständen. Vermutlich weil er im Vergleich zu seinem Vorgänger mehr auf bunte Bildchen und eine zielgruppenorientiertere Präsentation setzte. Handwerklich gibt es allerdings Abzüge. Die strikte Fokussierung auf den Durchschnittswert kann man zumindest als kontrovers bezeichnen. Durchschnittswerte sind naturgemäß extrem empfindlich gegenüber Ausreißern in beide Richtungen. Um das zu erläutern, braucht es ein kleines Beispiel.
Nehmen wir an es gibt eine Liga mit fünf Fußballvereinen. Die Etats sehen folgendermaßen aus:
1. 10 Mio.
2. 7 Mio.
3. 3 Mio.
4. 1 Mio.
5. 1 Mio.
Im Durchschnitt hat ein Verein in dieser Liga also einen Etat von 4,4 Mio., obwohl der Etat von 60% der Vereine darunter liegt. Um solche Irrungen abzufedern, kann man Lageparameter, wie beispielsweise den Median, berechnen. Der Median gibt den Mittelwert einer Verteilung an, also der Wert, bei dem 50% der Stichprobe über dem Median und 50% der Stichprobe unter dem Median liegen. In unserer Beispielliga wäre der Median 3 Mio. Gerade dann, wenn die Topteams allen anderen finanziell enteilt sind, erreicht man also auch mit einem Etat deutlich unter dem Mittelwert einen Platz im oberen Mittelfeld der Etattabelle. Dies schlägt sich auch in den Lizenzspieleretats der letzten Saison nieder. Der VfB lag mit 42 Mio. zwar unter dem Ligadurchschnitt von 46,8 Mio., allerdings deutlich über dem Median von 36,5 Mio., sprich die Hälfte der Liga musste mit 36,5 Mio. oder weniger auskommen. Im Ranking der Personaletats rangiert der VfB damit auf Platz 7. Objektiv gesehen sind natürlich beide Herangehensweisen richtig, offensichtlich passt aber nur eine zu den Thesen der Vereinsführung.

Den Bericht des Vorstandes komplettierte Herr Röttgermann. Außer einer weiteren Entschuldigung für die abartig lange Downtime der Onlineangebote und die Schließung des Fanshops während der Saison, blieb allerdings nicht viel im Gedächtnis.

Da die Ausführungen zur geplanten Ausgliederung des VfB in der Tagesordnung unverständlicherweise hinter die Aussprache gepackt wurden, war auch gegen Ende der Versammlung noch für Spannung gesorgt. Wie sich herausstellen sollte leider völlig zu Unrecht. Der VfB ließ sich erneut bei dem Thema nicht in die Karten schauen und Herr Mutschler präsentierte ausschweifend einen Prozess des „drüber Redens und Austauschens“, allerdings hat bis dato kein Mensch eine Ahnung, über was da eigentlich geredet werden soll. Fakten tragen gelegentlich zur Versachlichung und Zielorientierung von Diskussionen bei. Wie schon vor der Mitgliederversammlung angedeutet, werden wir uns diesen Diskussionen nicht verschließen, allerdings sehen wir uns als Interessenvertreter und nicht als Lakaien, die man ausschickt eine bessere Lösung zu suchen, die man dann eventuell zu bedenken gedenkt.

Unser Ziel ist es, die Mitbestimmung der Mitglieder im Verein zu erhalten und auszubauen. Wie nötig dies angesichts des Führungspersonals ist, hat die vergangene Mitgliederversammlung wieder eindrucksvoll bewiesen!

Mitgliederversammlung

Vom: 11. Oktober  2015

Hallo VfBler,

heute ist es endlich soweit: Mitgliederversammlung. Allein dieses Wort reicht, um den Ruhepuls sofort merklich ansteigen zu lassen. Seit dem glücklichen, aber auch befreienden Sieg in Paderborn ist noch kein halbes Jahr vergangen, allerdings kann man sich beim besten Willen nur noch zaghaft an dieses wunderbar sorglose Gefühl in den Tagen und Wochen danach erinnern. Eine couragierte Pressekonferenz und einen, im Nachhinein wohl fatalen, Testspielsieg und zahlreiche Personalrochaden später war mal wieder eine beispiellose Euphorie rund um die Mercedesstraße zu spüren. Überall war die Rede vom neuen System, der revolutionären Art Fußball zu spielen, dem Konzept, das den VfB wieder erfolgreich machen soll. Ein etwas holpriger Pflichtspielauftakt im hohen Norden war rückblickend vielleicht der erste Warnschuss vor dem nachfolgenden katastrophalen Saisonstart. Nur 4 Punkte aus 8 Spielen und dazu Platz 18, Fehlstart nach Maß!
Allerdings wird die sportliche Situation nur eines der Themen sein, die auf der heutigen Mitgliederversammlung zur Sprache kommen werden, denn sowohl bei unserem VfB als auch im Fußballgeschäft generell zeichnen sich Veränderungen ab, die einzig und allein vom Wunsch nach noch mehr Geld im Fußballbusiness getrieben sind. In diesem Text wollen wir euch deshalb unsere Gedanken zu den Entwicklungen und Perspektiven unseres VfB etwas näher bringen. Natürlich sind wir auch heute wieder zahlreich vertreten und jederzeit für ein sachliches Gespräch zu haben.

Auf dem Platz
Die Bewertung des Saisonstarts dürfte momentan jeden VfBler umtreiben, die Meinungen sind dabei logischerweise so vielfältig wie die Eindrücke aus den ersten Partien der Saison. Auf der einen Seite muss man sicherlich gute Ansätze zur Kenntnis nehmen, es werden Chancen herausgespielt und Gegner unter Druck gesetzt, das hat man letzte Saison eher weniger gesehen. Man denke nur mal zurück an diese grausige Nullnummer in Köln. Dem entgegen stehen die katastrophalen Resultate und ein Trainer, der von sich selbst und seinem System manchmal etwas zu überzeugt wirkt. Da uns Fans in den letzten Jahren schon jede Menge Scheiße erzählt wurde, ist es auch ein Stück weit verständlich, dass die ersten Stimmen das Duo Dutt-Zorniger in Frage stellen. Alternativen sind nicht wirklich in Sicht und so dürfte der Großteil der Anhängerschaft weiter hin- und hergerissen sein. Eine starke Analyse der langjährig vernachlässigten Probleme beim VfB, ein massiver personeller Umbruch im Kader und in dessen Umfeld verursachten in der Sommerpause eine teilweise nicht mehr nachvollziehbare Euphorie, die dann nach bescheidenem Saisonstart und eher durchwachsenem Einstand der Neuzugänge bereits verpufft ist. An der Stelle könnte man vielleicht auch mal die Frage stellen, ob wir als Fans ebenfalls Teil des Problems sind, das würde aber zu weit vom Text wegführen.
Das Fazit kann also nur lauten, weiterhin kritisch zu bleiben und die Aussagen der handelnden Personen zu hinterfragen, wohlwissend dass diese im Zweifelsfall einen gewaltigen Informationsvorsprung gegenüber der Öffentlichkeit besitzen. In dem Zusammenhang sei auch mal gesagt, dass man entweder Alles oder Garnichts glauben kann, beides hat den schönen Nebeneffekt, dass einem die Arbeit des selbständigen Denkens abgenommen wird.
Aufgrund des heutigen Anlasses muss der Blick aber auch zurück ins Jahr 2014 gehen, steht doch die Entlastung des damaligen Vorstands Sport an. Sicherlich auch nochmal eine Möglichkeit die damalige Arbeit zu bewerten. Ob die erst 2015 erfolgte Entlassung von Hansi Müller aus dem Aufsichtsrat bei dessen Entlastung Eingang finden sollte, kann sicherlich jeder für sich selbst beantworten.

Blick in die Zukunft
Neben der ungewissen sportlichen Zukunft scheint der Weg des VfB, beziehungsweise der Weg des gesamten Profifußballs immer klarer. Mit gierigem Blick nach England soll immer mehr Geld generiert und in das System gepumpt werden, um dann schlussendlich in den Taschen überbezahlter Spieler und deren Berater zu fließen. Gehaltsobergrenzen sind offensichtlich sozialromantisches Teufelszeug, das man lieber dem US-Profisport überlässt.
Dabei wird auch geflissentlich ignoriert, dass der deutsche und der englische Pay-TV Markt nicht mal im Ansatz verglichen werden können. In Deutschland kommt der Monopolist Sky auf 4 Millionen Abos, in England bedienen die beiden Wettbewerber 15 Millionen Kunden.

Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass der VfB sich strukturelle Veränderungen wünscht. Die Ausgliederung soll die Antwort sein, aber was genau war eigentlich die Frage? Brauchen wir mehr Geld? Warum brauchen wir mehr Geld? Haben wir nicht genug? Oder machen wir vielleicht nicht genug aus dem, was wir haben? Ein schneller Blick auf die Personaletats der letzten vier Jahre zeigt, dass diese nur sehr schwer mit den sportlichen Ergebnissen in Einklang zu bringen sind. Finanziell lag man ligaweit immerhin auf Platz 4 (2011/2012), Platz 6 (2012/2013) und in den letzten beiden Jahren jeweils auf Platz 7. Rausgekommen sind ein 6. Platz, ein 12. Platz, ein 15. und ein 14. Platz. Im Schnitt schneiden wir also mal eben sechs Plätze schlechter ab als wir nach unserem Personaletat eigentlich sollten. Wo bleibt die Antwort darauf?
Vielleicht ging es bei der Frage ja auch um die Mitbestimmungsmöglichkeiten im Verein, ist bestimmt nervig sich regelmäßig vor diesen Mitgliedern rechtfertigen zu müssen.
Nach unserem Kenntnisstand will der VfB eine Zukunftswerkstatt initiieren, die sich mit Fragen und Problemen möglicher struktureller Veränderungen auseinandersetzen soll. Diesem Angebot werden wir uns sicherlich nicht verschließen, auch wenn es nicht unser Anspruch ist, das optimale Finanzierungsmodell für den VfB zu finden. Unser Ziel ist die Wahrung beziehungsweise der sukzessive Ausbau von Mitgliederrechten beim VfB. Wir wollen unsere Stimme als Fans nicht einfach abgeben, vor allem nicht, wenn um die Ecke schon wieder die nächste Kröte lauert, die alle Fußballfans schlucken sollen.
Die Rede ist natürlich von der Zerstückelung der Spieltage zu Gunsten von mehr konkurrenzfreien Livespielen im Pay-TV. Auch Montagsspiele sollen für die erste Liga kein Tabu mehr sein. Für viele VfB-Fans ist schon ein Heimspiel an einem Werktag mit erheblichem Aufwand verbunden, von Auswärtsspielen ganz zu schweigen. Eine weitere Ausdehnung auf den Sonntag dürfte noch mehr Fans vor die schwierige Wahl zwischen Stadion/TV oder dem sonntäglichen Gang auf den Sportplatz, ob als Spieler, Trainer oder Zuschauer, stellen. Blickt man etwas tiefer stellt sich auch recht schnell die Frage nach der Nachhaltigkeit. Ohne Zweifel ist die Bundesligakonferenz am Samstag ein attraktives Produkt und wenn der VfB mal nicht spielt, schaut oder hört man da gerne mal rein. Logischerweise lebt die Konferenz aber von der Gleichzeitigkeit, eine weitere Zerstückelung bringt dann eben so attraktive Partien wie den Südgipfel Hoffenheim gegen Ingolstadt hervor. Bedenkt man, dass letzte Saison gerade mal eine vierstellige Anzahl Pay-TV Zuschauer Leverkusen gegen Wolfsburg sehen wollte, kann man recht schnell zu dem Eindruck kommen, dass die Schraube hier schnell überdreht ist, denn auch Leverkusen gegen Darmstadt und Wolfsburg gegen Ingolstadt erzielten eine ähnlich desaströse Quote.

Es ist also höchste Zeit für eine Richtungsdiskussion. Wie soll der VfB der Zukunft aussehen? Welche Rolle gesteht er seinen Mitgliedern und Fans zu? Wie sieht sich der VfB im Profifußball? Soll der VfB ein mündiger Verein sein, der sich auch mal bewusst gegen etwas stellt, seien es jetzt neue Anstoßzeiten oder auch nur irgendeine Bild-Kampagne? Das sind die entscheidenden Fragen für die Zukunft unseres VfB!