Neue Inhalte auf dem VfB-Blog

Vom: 08. März  2016

Auch heute wollen wir euch wieder auf lesenswerte Beiträge auf anderen Homepages hinweisen. Aufgrund der Aktualität und der Qualität der Inhalte handelt es sich dabei wieder um den VfB-Blog: http://dervfbblog.wordpress.com/

Zum einen wurde eine interessante Mitgliedermeinung in Form eines Leserbriefes veröffentlicht:
https://dervfbblog.wordpress.com/2016/03/06/mitgliedermeinung-leserbrief-06-03/

Zum anderen die Rolle eines Aufsichtsrats in einer AG am Beispiel von Eintracht Frankfurt aufgezeigt:
https://dervfbblog.wordpress.com/2016/03/06/der-aufsichtsrat-ein-beispiel/

Vergangenen Herbst ließ der FC St. Pauli mit Plänen für einen Antrag zur Neuverteilung der TV-Gelder aufhorchen. In diesen forderten die Hamburger, dass Vereine mit höheren TV-Zuschauerzahlen stärker vom Finanzkuchen profitieren, während nachweislich unattraktive „Vereine“, die kaum Zuschauer vor die Fernsehgeräte oder ins Stadion locken, nicht zusätzlich noch mit TV-Geldern belohnt werden sollten. Werksclubs wie z.B. VW Wolfsburg oder Bayer Leverkusen höhlen die 50+1-Regel ebenso aus wie der Mäzenenclub Dietmar Hoffenheim. Diese Plastikvereine machen die Bundesliga nicht attraktiver, profitieren aber dennoch von der aktuellen Regelung. Diese besagt, dass die Gelder nach Platzierung und Ligazugehörigkeit ausgeschüttet werden. Viele Traditionsvereine, wie auch unser VfB, stärken hingegen die Attraktivität der Bundesligen, indem sie die Massen mobilisieren. Dieser Fakt bleibt in der aktuellen Regelung unberücksichtigt.

spruchband-hoffenheim
Traditionslose Arschlöcher stoppen – Keine TV-Gelder für Hoffenheim, Leipzig & Co!
Geldverteilung nach Zuschauern statt Isolation der 1. Liga!

Im Fanausschuss wurde dem VfB klar signalisiert, dass wir den Vorstoß des FC St. Pauli für unterstützenswert halten. Auch wurde gefordert, dass der VfB seine starke Position als großer Traditionsverein innerhalb der DFL geltend machen müsse. Nicht zum ersten Mal hat beim VfB aber offensichtlich wieder einmal der Mut gefehlt, in der DFL ungemütliche Positionen einzunehmen. Stattdessen haben sich die VfB-Vereinsvertreter hinter dem Argument der Solidargemeinschaft versteckt. Diese besagt, dass die medialen Rechte an der Bundesliga zentral verwaltet werden und Einzelvermarktungen, wie sie etwa der FC Bayern angedroht hat, nicht zulässig sind. Der Vorstoß des FC St. Pauli beinhaltet jedoch ausdrücklich nicht, diese Gemeinschaft aufzukündigen, sondern würde viel mehr für einen faireren Wettbewerb sorgen. In Zeiten in denen unser Verein mit seiner Mitgliedschaft über seine wirtschaftliche Basis diskutiert, wäre die Neuverteilung der TV-Gelder nach diesem Modell eine gelungene Monetarisierung der eigenen Tradition – zudem auf Kosten fremdfinanzierter Emporkömmlinge.

Der VfB Stuttgart unterstützt den Vorschlag des FC St. Pauli dennoch nicht. Nun ist man die Rolle des zahnlosen Tigers in Form der VfB-Verantwortlichen ja zwischenzeitlich gewohnt und deshalb wenig über die an den Tag gelegte Unterwürfigkeit überrascht. In diesem Fall offenbarten die Herren des VfB-Vorstands außerdem, dass ihr Verständnis vom Fußball ein gänzlich anderes ist als das unsere. Vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass sich eine sogenannte Mittelstands-Vereinigung mit den Vereinen aus Stuttgart, Bremen, Berlin, Mönchengladbach, Köln und Hamburg (HSV) formiert hat, die eine Deckelung der Zweitliga-TV-Gelder fordert. Demnach sollen die Clubs des Unterhauses nicht vom neuen TV-Vertrag profitieren, sondern wie bisher „lediglich“ 142 Millionen Euro jährlich untereinander aufteilen. Dieser Vorstoß konterkariert die Forderung nach einem faireren Wettbewerb. Vereine wie der 1. FC Nürnberg oder der FC St. Pauli, die auch in Liga 2 viele Zuschauer mobilisieren, werden abgehängt, während die unattraktive, aber finanziell ohnehin gut aufgestellte Konkurrenz aus Leipzig, Hoffenheim, Leverkusen und Wolfsburg hofiert wird.

Leseempfehlung: „der VfB-Blog“

Vom: 02. März  2016

Seit kurzem gibt es einen neuen VfB-Blog, für welchen wir eine absolute Leseempfehlung aussprechen wollen. Der Verantwortliche des Blogs ist VfB-Mitglied, Dauerkartenbesitzer und Dipl. Wirtschaftsjurist (FH) und setzt sich ausführlich und mit Tiefgang mit dem Thema der VfB-Vereinsentwicklung auseinander. Schaut vorbei und informiert euch: http://dervfbblog.wordpress.com

Aktuell findet sich auf dem Blog auch eine Zusammenfassung zur Zukunftswerkstatt, welche am letzten Wochenende stattgefunden hat: http://dervfbblog.wordpress.com/2016/03/01/die-zukunftswerkstatt-ein-rueckblick/

Für einen aktiven Fußballfan ist es eminent wichtig zu wissen was genau in welchen Datenbanken über ihn gespeichert ist. Nur mit diesem Wissen können unliebsame Überraschungen bei diversen Kontrollen oder bei der Ausreise am Flughafen verhindert werden. Außerdem hat eine Speicherung in der „SKB-Datenbank“, der Datei der Szenekundigen Beamten, immer wieder die Verhängung von Aufenthaltsverboten bei vermeintlichen Risikospielen und sonstige polizeirechtliche Maßnahmen zur Folge. Desweiteren werden oftmals auch Daten zu unrecht gespeichert, wogegen man natürlich nur vorgehen kann, wenn man über seine Daten Bescheid weiß.

Wir haben Formulare entwickelt, die euch die Arbeit erleichtern sollen. Der Anfrage an das Landeskriminalamt muss lediglich noch eine Kopie eures Personalausweis beigefügt werden. Das Bundeskriminalamt verlangt leider eine beglaubigte Ausweiskopie. Diese gibt es aber für kleines Geld z.B. auf dem Rathaus.

Auskunftsersuchen BKA
Auskunftsersuchen LKA

Wenn ihr Rückfragen habt, könnt ihr euch gerne bei uns unter der Mailadresse antirep@solidarieta.de melden.

Die Vesperkirche hat einen Artikel zum Fankalender veröffentlicht, welchen wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen:
http://www.vesperkirche.de/aktuelles/detailansicht-news/news/fankalender-sorgt-fuer-grosse-freude-70105/

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Im Rahmen des Heimspiels gegen den Hamburger Sportverein konnten wir der Stuttgarter Vesperkirche einen Scheck in Höhe von 14.500 € überreichen. Die symbolische Scheckübergabe bildete den Höhepunkt der Fankalenderaktion 2016, die bereits zum 11. Mal stattgefunden hat.

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Seit 1995 öffnet die Stuttgarter Leonhardskirche ihre Türen für Menschen, die krank, arbeitslos oder überschuldet sind. Sieben Wochen lang, von Januar bis März, ist die Vesperkirche ein Ort der Begegnung, wo jeder sein darf wie er ist! Hierfür wird die Leonhardskirche so umgebaut, dass morgens heißer Kaffee und Tee ausgeschenkt werden kann. Wer eine Nacht im Freien hinter sich hat, erhält Decken und kann sich auf die Kirchenbänke schlafen legen. Die Besucher werden von ÄrztInnen medizinisch versorgt. Manche der täglich bis zu 1.000 Gäste wollen für sich sein, Zeitung lesen oder Musik hören. Andere spielen Schach oder Skat. Für Gespräche und Beratung stehen Diakoninnen und Diakone zur Verfügung. Ab 11.30 Uhr kann man für 1,20 € ein warmes Mittagessen bekommen. Am Nachmittag gibt es kostenlose Vesperbeutel. Mit einer Andacht schließt die Vesperkirche täglich um 16.15 Uhr. Rund 600 Ehrenamtliche helfen bei der Durchführung der Vesperkirche, die sich allein aus Spenden finanziert.

Wir bedanken uns bei allen VfB-Fans, die durch den Kauf eines Kalenders die Aktion unterstützt haben!

Commando Cannstatt 1997

Seit unserer letzten Äußerung zu diesem Thema ist mittlerweile einiges an Zeit vergangen und erfreulicherweise gibt es einige Fortschritte zu vermelden: Im Sinne der von uns wiederholt und nachdrücklich eingeforderten Transparenz hat die VfB-Vereinsführung vor Weihnachten seinen Mitgliedern und der Öffentlichkeit erste Informationen über die von ihm favorisierte zukünftige Struktur bereitgestellt. Zudem finden sich auf der Projekthomepage die Protokolle der AG-Sitzungen und die erarbeiteten Grundlagen der Arbeitsgruppe, auch die Vorstellung der Mitglieder der Arbeitsgruppe ist mittlerweile verfügbar.

Als Input für fruchtbare Diskussionen auf den anstehenden Regionalversammlungen, wo zudem auch die Ergebnisse der Onlinebefragung und der persönlichen Interviews vorgestellt werden sollen, ist die Broschüre sicher sinnvoll. Allerdings lassen die von der Vereinsführung skizzierten Pläne viele Fragen offen, auf deren Beantwortung man gespannt sein darf. Vor allem da die Begründung einer Ausgliederung auf der These aufbaut, dass die Gründe für eine angebliche mangelnde Konkurrenzfähigkeit fehlende finanzielle Mittel und die veraltete Vereinsstruktur seien.

Diese Betrachtung blendet die Fehler der handelnden Personen in der Vergangenheit (Spardoktrin, Personalentscheidungen, Einmischung des Aufsichtsrats in das Tagesgeschäft) allerdings komplett aus. Die wiederholte Nicht-Entlastung der Vereinsgremien auf den Mitgliederversammlungen zeigt, dass die Mitgliedschaft diese allerdings sehr wohl sieht. Dieses Thema hat uns bereits im Nachgang der letztjährigen Mitgliederversammlung beschäftigt: Rückblick Mitgliederversammlung 2015.

Nebenbei sieht die vorgeschlagene Struktur der Vereinsführung auch wieder viele neue Pöstchen im neu zu schaffenden „Vereinsbeirat“ vor. Um es deutlich zu sagen: Wir ULTRAS streben keine Posten oder Pöstchen im Verein an! Wir sehen unsere Aufgabe in der Unterstützung des Vereins auf den Rängen und darin, die Vereinsentwicklung mit kritischem Blick zu verfolgen.

Denn bei aller Diskussion um Strukturen oder Finanzmittel: Langfristiger sportlicher Erfolg wird sich so lange nicht einstellen, so lange persönliche oder unternehmerische Interessen vor denen unseres VfB stehen.

Auf gute und sachliche Diskussionen rund um die Zukunft unseres VfB!

Commando Cannstatt 1997
Schwabensturm 2002

Nachdem der VfB Stuttgart die Ticketpreise für das Pokalspiel gegen den BVB veröffentlicht hat, haben sich die Mad Beavers (OFC) in einem Text dazu geäußert. Absolute Leseempfehlung:
Text der Mad Beavers: „VfB – BVB: What the fuck?“

Das im gestrigen Spiel von Dortmund präsentierte Material wurde bei einer unehrenhaften Aktion im Jahre 2010 entwendet. Dabei wurde sich über die Fanbetreuung Zutritt zum Fahnenraum der Fanszene des VfB Stuttgart verschafft und dabei Einbruchspuren hinterlassen. Ultras ohne Ehre – Feinde unserer Bewegung!
Unten findet sich unsere ausführliche Äußerung zur Sache aus dem Jahr 2010.

Yesterday flags of our group were presented during the match against Dortmund. There was no honour in this action, in fact it was a break-in in the VfB Stuttgart Supporters Storage. „Ultras“ without honour – enemies of our movement.

Ieri bandiere del nostro gruppo sono state esposte durante la partita contro il Borussia Dortmund. Stendardi sottratti con una azione priva di mentalità scassinando il magazzino dei tifosi dello Stoccarda. „Ultras“ senza onore – i nemici del nostro movimento.

Hier, des étendards de notre groupe ont été exhibés durant le match contre Dortmund. Il n’y avait aucun honneur dans cette action qui était, en fait, le résultat d’un cambriolage du „VfB Stuttgart Supporters Storage“. „Ultras“ sans honneur – Ennemis de notre mouvement.

ultras-ohne-ehre

Statement zur Sache vom Juli 2010:
Einbrüche, Aufbrüche, Hausbesuche – die neuen Werte der Ultras?
Wir haben lange überlegt, ob wir uns zu diesem komplexen und schwierigen Thema äußern sollen. Diverse Ereignisse in jüngerer Vergangenheit haben uns schließlich dazu bewogen, mit unserer Meinung an die Öffentlichkeit zu treten, auch wenn wir wissen, dass das vielschichtige Meinungsbild in Deutschland sowie die einzelnen Vorfälle, die jeweils individuell beurteilt werden müssen, eine gesamtübergreifende Einschätzung nahezu unmöglich machen. Dieser Text soll weder belehren noch anderen etwas aufdiktieren, er soll lediglich in ungeschminkter Art die Standpunkte unserer Gruppe darlegen, in der Hoffnung, eine Diskussion über Werte der Ultras anzustoßen, die unserer Meinung nach im Hinblick auf die Entwicklung unserer Bewegung, speziell der nachfolgenden Generationen, wichtiger ist denn je.

Ein in der öffentlichen Wahrnehmung von Ultras, aber auch innerhalb unserer eigenen Subkultur immer wieder polarisierendes Thema ist das Erbeuten von gegnerischen Fahnen. Die Eroberung von Fahnen an Spieltagen hat es schon immer gegeben und wird es auch immer geben. Gerade das Material von Ultrasgruppen ist stets ein beliebtes Ziel des Gegners, welches bei einem Wechsel der Seiten der jeweils erfolgreichen Kurve Respekt und Anerkennung beschert, während es der unterlegenen Kurve einen harten Schlag versetzt. Auch unsere Kurve hat in ihrer Geschichte schon diverse Fahnen erobert und verloren. Zweifellos der bitterste Moment für uns als Gruppe war der Verlust unserer Auswärtszaunfahne in Köln 2004. Damals konnten wir unsere Fahne nicht verteidigen und müssen uns eingestehen, uns und die gesamte Stuttgarter Fanszene blamiert zu haben. Die Fahne wurde damals auf ehrliche Art am Spieltag erbeutet und somit wird auch der Verlust, so bitter er für uns war und nach wie vor ist, von unserer Seite voll und ganz akzeptiert. Wer es nicht schafft, auf sein Material aufzupassen und dieses auf den Anfahrtswegen zu einem Spiel, vor dem Stadion oder im Stadion verliert, ist selbst schuld und muss mit den Konsequenzen leben. Zumal, wenn man oft genug selbst Initiator solcher Aktionen ist. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob eine Gruppe in Überzahl agiert oder nicht, ob die Situation angemessen war oder nicht – wer sich mit dem Namen Ultras schmückt, muss zu seinen Idealen stehen und Wege finden, sein Material zu verteidigen. Auch Fanclubs sollten diesen Gegebenheiten realistisch ins Auge sehen und ihr oftmals naives Auftreten überdenken. Dass man in fremden Städten nicht gemütlich mit der Fahne unter dem Arm an der Heimkurve vorbeilaufen kann, sollte inzwischen überall angekommen sein.

In letzter Zeit scheint sich in Deutschland allerdings eine Entwicklung zu vollziehen, die wir für sehr bedenklich halten. Einbrüche in geschlossene Fanräume, Container oder Stadien, das Zugänglichmachen über Dritte oder Aufbrüche von Autos, um an das Material des Gegners zu kommen, haben rein gar nichts mit unserem Verständnis von Ultras zu tun. Neben anderen Geschehnissen in Deutschland ereignete sich vor einigen Wochen auch in Stuttgart ein solcher Vorfall. Unbekannte haben sich über die Fanbetreuung Zutritt in das Carl-Benz-Center des VfB Stuttgart verschafft, in dem unter anderem Fanräume des Vereins untergebracht sind, in welchen auch diverses Material von uns und anderen Stuttgarter Gruppen lagert. Dort wurden Einbruchsspuren hinterlassen sowie eine nicht unerhebliche Anzahl an Material gestohlen, wobei Zaunfahnen nicht betroffen sind. Wir wollen hier nicht rumheulen, wir stehen zu allen bisherigen Materialverlusten unserer Gruppe und haben nie versucht, die Vorfälle schön zu reden. Im Gegensatz zu den bisherigen Verlusten, die wir voll und ganz anerkennen, wird diese Aktion von uns aber nicht akzeptiert. Hier wurde eine Grenze überschritten, die jeglichem Respektverständnis unter Ultras den Nährboden entzieht. Solche Aktionen sind nicht nur feige, da dem Gegner keinerlei Gelegenheit gegeben wird, sich zu verteidigen, sie entwerten auch die Bedeutung regulärer Fahneneroberungen. Die Stärke über den Gegner, die man mit einer Eroberung demonstriert, wird ad absurdum geführt, wenn zukünftig jeder Dorfultras nachts heimlich in die Räumlichkeiten einer überlegenen Gruppe einbrechen kann und dafür den gleichen Fame bekommt. Wenn solche niederträchtigen Aktionen, wie sie sich in den letzten Monaten bundesweit abgespielt haben, keine Ablehnung erfahren und schweigend geduldet werden, ist es nicht mehr weit bis die nächste Grenze überschritten wird. Es wird eine Spirale in Gang gesetzt, die sich nur schwer stoppen lässt. Was kommt als nächstes? Einbrüche in Privatwohnungen? Oder der Einsatz von Messern? Ist inzwischen jedes Mittel recht, um an das Material des Gegners zu kommen?

Leider werden, wenn man die Berichte anderer Gruppen verfolgt, auch weitere bestehende Tabus gebrochen. Sind Hausbesuche inzwischen ein adäquates Mittel, um Gegner in die Schranken zu weisen? Was ist die nächste Stufe? Ein Besuch am Arbeitsplatz? Leider bleibt auch hier die deutsche Ultrasszene Antworten schuldig. Solange jegliche Vorkommnisse unkommentiert stehen gelassen werden, übernehmen andere die Meinungsführerschaft. Längst hat ultras.ws das Bild vieler Jugendlicher geprägt, weil es die deutschen Gruppen trotz guter Vernetzung bis heute nicht geschafft haben, eine Gegenöffentlichkeit herzustellen. Wollen wir weiter schweigend zuschauen, wie solche ekelhaften Foren unseren Nachwuchs verderben? Es wird Zeit, dass nicht nur gegen die staatliche Repression, sondern auch gegen den zunehmenden Werteverlust innerhalb unserer Bewegung gemeinsame Wege beschritten werden. Eine offen geführte Diskussion über das Selbstverständnis von Ultras wäre schon einmal ein Anfang.

Commando Cannstatt im Juli 2010

Wie angekündigt freuen wir uns darüber, euch jetzt den Spendenempfänger für die diesjährige Fankalenderaktion bekanntgeben zu können: Der gesamte Erlös des Fankalenderverkaufs geht an die Stuttgarter Vesperkirche.

Seit 1995 öffnet die Stuttgarter Leonhardskirche ihre Türen für Menschen, die krank, arbeitslos oder überschuldet sind. Sieben Wochen lang, von Januar bis März, ist die Vesperkirche ein Ort der Begegnung, wo jeder sein darf wie er ist! Hierfür wird die Leonhardskirche so umgebaut, dass morgens heißer Kaffee und Tee ausgeschenkt werden kann. Wer eine Nacht im Freien hinter sich hat, erhält Decken und kann sich auf die Kirchenbänke schlafen legen. Die Besucher werden von Ärzten medizinisch versorgt. Manche der täglich bis zu 1.000 Gäste wollen für sich sein, Zeitung lesen oder Musik hören. Andere spielen Schach oder Skat. Für Gespräche und Beratung stehen Diakoninnen und Diakone zur Verfügung. Ab 11.30 Uhr kann man für 1,20 Euro ein warmes Mittagessen bekommen. Und auch wer keine 1,20 Euro dabei hat, wird nicht weggeschickt. Am Nachmittag gibt es kostenlose Vesperbeutel. Mit einer Andacht schließt die Vesperkirche täglich um 16.15 Uhr. Rund 600 Ehrenamtliche helfen bei der Durchführung der Vesperkirche, die sich allein aus Spenden finanziert. Es lohnt sich also auch dieses Jahr wieder die Aktion mit dem Kauf eines Kalenders zu unterstützen.

Ihr erhaltet den Fankalender für nur 9 € am Fanstand im Bauch der Cannstatter Kurve, bei unseren fliegenden Händlern im und ums Stadion sowie in unserem Online-Shop: http://freiraum.ultra-attitude.de/ .