Hallo VfB-Fans,

aus organisatorischen Gründen müssen wir unseren Protest gegen Montagsspiele leider auf den Sonntag, 01. Mai, verlegen. Dass der Termin nicht ideal ist, ist klar – dass er aber immens wichtig ist, umso mehr.
Lasst uns diese Möglichkeit gemeinsam nutzen, um gegen verrückte Anstoßzeiten zu protestieren und die Mannschaft mit dem Brustring zum wichtigen Abstiegsduell an die Weser zu verabschieden.
Der Treffpunkt wird ungefähr gegen 13 Uhr am Cannstatter Bahnhof sein, genauere Infos folgen in den nächsten Tagen!

Mobilisiert euer Umfeld und verschiebt eure Grillfeste und Wanderungen auf den späten Nachmittag.

Montagsspiel – Protest

Vom: 15. April  2016

Hallo VfB Fans,

nun haben wir also Gewissheit: Das Auswärtsspiel in Bremen wird am Montag, 02. Mai 2016, ausgetragen und wir werden das Spiel wie angekündigt boykottieren. Doch damit ist noch lange nicht genug. Alle Weiß-Roten sind dazu aufgerufen, Ihrer Ablehnung Ausdruck zu verleihen und sich gemeinsam gegen die Machenschaften der DFL aufzulehnen.

Im Hintergrund laufen gerade die Planungen für einen großangelegten Protest für jeden VfBler am Samstag, 30. April 2016 Sonntag, den 1. Mai 2016. Haltet euch den Nachmittag frei und seid dabei, wenn es heißt „Gegen Montagsspiele und für fangerechte Anstoßzeiten!“.

Der VfB Fan-Ausschuss hat sich heute mit einer Stellungnahme zum Protestaufruf von „Kein Zwanni – Fußball muss bezahlbar sein“ zu Wort gemeldet:

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Am 1. April hat das Bündnis „Kein Zwanni“ auf seiner Homepage zu Protesten gegen die „freche Preisgestaltung“ des VfB aufgerufen. Darüber hinaus werden die Fans des VfB Stuttgart aufgefordert, den Protest in die Gremien des Vereins zu tragen, um Druck auf die Entscheider aufzubauen. Als Fan-Ausschuss fühlen wir uns hier selbstverständlich angesprochen, auch wenn wir den folgenden Sachverhalt bereits vor über einem Jahr im Fan-Ausschuss erörtert und die Ergebnisse an „Kein Zwanni“ zurückgespielt haben.

Alle VfB-Heimspiele werden zu Beginn einer Saison in verschiedene Kategorien eingeteilt, womit unterschiedliche Eintrittskartenpreise zustande kommen. Anbei eine Übersicht über die Preise der Stehplatzkarten:

Kat. D: 14.50 € (bspw. Hannover)
Kat. C: 16.00 € (bspw. Bremen)
Kat. B: 18.50 € (bspw. Mainz)
Kat. A: 19.50 € (bspw. Dortmund)

Sitzplatzkarten werden analog kategorisiert. Seitens der DFL ist es untersagt Gästefans, finanziell schlechter zu stellen als Heimfans. Umgekehrt werden diese beim VfB aber auch nicht besser gestellt und es gelten im ganzen Stadion die gleichen Preise, egal ob Stehplatz in der Cannstatter Kurve oder Gästeblock. Eine Abschaffung der Kategorisierung wäre nur zu Gunsten von Einheitspreisen möglich. Somit würden VfB-Fans entlastet, die nur zu den vermeintlichen Topspielen ins Stadion gehen und VfB-Fans, die bei vermeintlich unattraktiveren Spielen auf günstige Tickets hoffen, werden belastet.

Ebenso hat der VfB ein Interesse daran, bei weniger zugkräftigen Partien das Stadion über günstigere Ticketkategorisierungen zu füllen.

Die Kritik von „Kein Zwanni“ am grundsätzlich steigenden Preisniveau für Eintrittskarten in der Bundesliga teilen wir selbstverständlich. Außerdem haben wir dem VfB zu verstehen gegeben, dass die 20-Euro-Grenze für Stehplatzkarten unter keinen Umständen überschritten werden darf. Dass der Preis der höchsten Kategorie dann eben direkt unterhalb der selbst gewählten Obergrenze liegt, muss man sicherlich nicht gut finden, plausibel ist es trotzdem.

Selbstverständlich verstehen wir, dass dieses System bei Auswärtsfans aus Dortmund keine Begeisterung auslöst, allerdings sehen wir uns als Interessenvertretung der VfB-Fans nicht dazu im Stande, zwischen verschiedenen und berechtigten Faninteressen zu priorisieren und sind ehrlich gesagt irritiert darüber, dass sich „Kein Zwanni“ als überregionale Kampagne immer noch weigert, die vor Jahresfrist übermittelten Standpunkte zu akzeptieren.

Die eingangs dargelegten Forderungen von „Kein Zwanni“ an die VfB-Fans in den Gremien weisen wir hiermit zurück. Über die Ankündigung den Protest auf die Straße tragen zu wollen, können wir ebenfalls nur den Kopf schütteln. In Abhängigkeit von der gewählten Route kann hier der Eindruck einer massiven Provokation unter dem Deckmantel einer überregionalen Kampagne entstehen.

Der Fan-Ausschuss des VfB Stuttgart

Quelle: http://www.vfb.de/de/fans/fans-meldungen/2016/stellungnahme-fanausschuss-zu-kein-zwanni/page/11371-1-7-.html

NEIN ZUM MONTAGSSPIEL IN BREMEN

Vom: 07. April  2016

Die Cannstatter Kurve hat auf einem Fanszenetreffen gemeinsam beschlossen, das Montagsspiel in Bremen nicht zu besuchen und keine organisierten Anreisen anzubieten.

Wir sagen Nein zu Montagsspielen und willkürlichen Terminansetzungen und fordern alle VfB-Fans auf, sich dem Boykott in Bremen im Falle eines Montagsspieles anzuschließen.

Über geplante Aktionen und Proteste, an denen sich jeder VfB-Fan beteiligen kann und auch soll, werden wir zeitnah informieren.

Die Fanclubs und Gruppen der Cannstatter Kurve

Im heutigen Artikel der Stuttgarter Nachrichten „Als Gästefan bist du der Dumme“ berichtet Gregor Preiss davon, dass das Commando Cannstatt einen Boykott des Montagabend-Auswärtsspiels in Bremen diskutiert.
Hierzu wollen wir Folgendes klarstellen: Wir wissen nicht wie die StN zu diesen Aussagen kommt, wir haben derartige Äußerungen nicht getätigt. Wenn es von unserer Seite aus etwas zu vermelden gibt, werden wir wie immer unsere bekannten Kanäle nutzen.

Mittlerweile liegt die erste Runde der Regionalversammlungen und die Zukunftswerkstatt hinter uns. Höchste Zeit also, eine kurze Bestandsaufnahme vorzunehmen und ein Zwischenfazit zu ziehen.

Der Prozess der Vereinsentwicklung begann direkt nach der letzten Mitgliederversammlung im Oktober 2015 mit einer umfangreichen Situationsanalyse. Zu diesem Zweck wurden 139 VfB-Mitglieder persönlich befragt und es wurde eine Onlineumfrage ausgesendet, an der 4.363 Personen teilnahmen. Die Ergebnisse waren aus unserer Sicht keine große Überraschung: Das schönste Erlebnis mit dem VfB war die Meisterschaft 2007, die Kommunikation des VfB mit den eigenen Fans wird als zu wenig, zu schlecht und zu intransparent beschrieben, die Vertrauenskrise manifestiert sich in einer Schulnote von 3,87 für die aktuelle Vereinspolitik, „furchtlos und treu“ hat als übergestülptes Agenturprodukt für viele Mitglieder keinerlei Bedeutung und das Thema Ausgliederung treibt die Mitgliedschaft um. Die kompletten Ergebnisse können hier nachgelesen werden.

Aus unserer Sicht waren die Ergebnisse, wie bereits erwähnt, keine große Überraschung, weshalb schon früh in der AG Vereinsentwicklung der Wunsch laut wurde, die Ausgliederungspläne bereits vor den Regionalversammlungen offenzulegen, damit auf diesen ein komplettes Bild der Situation diskutiert werden kann. Die Projektleitung verwies daraufhin lediglich auf die Prozessdefinition. Diese sah eine Veröffentlichung der Pläne frühestens nach der ersten Runde der Regionalversammlungen vor. Da das Thema Ausgliederung in den Umfragen jedoch wenig überraschend eine gewisse Relevanz hatte, wurde dem Vorschlag schlussendlich dann doch zugestimmt und die Regionalversammlungen konnten mit einem kompletten Bild der aktuellen Situation unseres Vereins beginnen. An dieser Stelle muss man sicherlich auch mal dem Vorstand und vor allem Bernd Wahler danken, der sich auf 11 Veranstaltungen den Umfrageergebnissen und den damit verbundenen Diskussionen gestellt hat. Inhaltlich war auf den Veranstaltungen allerdings kein Fortschritt feststellbar. Die Befürworter und Gegner der Ausgliederung platzierten mehr oder weniger geschickt ihre Argumente und der VfB blieb stur bei seiner Auffassung, die einzige Form der Ausgliederung gefunden zu haben, die keinerlei Nachteile hat und sogar noch die Mitgliederrechte stärken würde. Die Posten waren also bezogen und gespannt wartete man auf die Zukunftswerkstatt. Dort sollten nach Wunschvorstellung der Projektleitung die Ideen zusammenfließen, Kompromisse gefunden und Gräben geschlossen werden. Aus kleinen Tischrunden sollten dabei konkrete Handlungsempfehlungen entwickelt werden, die der Vorstand anschließend prüfen würde, um sie dann eventuell umzusetzen.

Die Zukunftswerkstatt konnte diese Erwartungen jedoch leider nicht erfüllen: Schon die Anmeldezahlen ließen absolut zu wünschen übrig und letztendlich fanden sich statt der geplanten 1.500 Mitglieder nur 673 VfB’ler in der Schleyerhalle ein, obwohl es zwischenzeitlich fast 1.000 Anmeldungen gab. Sicherlich muss sich der VfB den Vorwurf gefallen lassen, das anspruchsvolle Konzept der Veranstaltung (6 Runden à 20 Minuten Diskussion in Tischrunden + 45 Minuten Entwicklung der Handlungsempfehlung) nicht ausreichend kommuniziert zu haben, beziehungsweise die Informationen hierzu erst nach der Anmeldung zur Verfügung gestellt zu haben. Auch dürfte der enorme individuelle Aufwand von fast 3 Stunden Diskussion in Kleingruppen erst einmal erschrecken. Dennoch kann man sich die Mühe schon mal auf sich nehmen, schließlich geht es um die Zukunft unseres VfB. Auch inhaltlich blieb die Veranstaltung deutlich hinter den Erwartungen zurück. Durch eingespielte Videointerviews und Interviews mit den Vereinsverantwortlichen in den Pausen wurde die bisherige Position zementiert: Der VfB hat zu wenig Geld. Dass es genug Zahlen gibt, die eher den Schluss nahelegen, dass der VfB zu viel Geld verbrennt – geschenkt. Daimler will viel Geld geben und erwartet dafür laut Aussage von Herrn Porth gar nichts: keine Rendite, keine Kontrolle. Nur der Standort Stuttgart soll durch einen erfolgreichen Fußballverein gestärkt werden und Frau Porth freut sich natürlich auch, wenn nach dem Spiel ein gutgelaunter Mann nach Hause kommt. So weit, so platt. Der Vorstand gab sich weiter Mühe, sein Modell als die eierlegende Wollmilchsau zu positionieren und wälzte die Verantwortung, Alternativen zu entwickeln, auf die Mitgliedschaft ab.

An diesem Punkt stellt sich natürlich die Frage, was der Prozess der Vereinsentwicklung überhaupt erreichen soll. Im Moment drängt sich schon fast der Verdacht eines falschen Spiels auf, wenn der Vorstand weiterhin reklamiert, die optimale Lösung bereits gefunden zu haben, die über jeden Zweifel erhaben ist, während alle anderen Varianten laut VfB-Pamphlet gravierende Nachteile haben. Dass ausgegliedert werden muss, steht für den Vorstand ebenfalls außer Zweifel, wo kommen wir denn hin, wenn die Jugend ihre Rasenheizung nicht bekommt? Für Verbesserungen am VfB-Modell wird somit argumentativ kein Anknüpfungspunkt gelassen, da man ja angeblich gar nichts mehr besser machen kann. Mit der Hypothek einer Schulnote von 3,87 kann man sich schon mal so positionieren.

Was bleibt also unterm Strich? Trotz widriger Umstände wurde engagiert gearbeitet um Handlungsempfehlungen zu entwickeln, und wie wir aus den mittlerweile veröffentlichten Handlungsempfehlungen wissen, ergibt sich kein eindeutiges Bild. Klar gibt es Stimmen, die den Plan des Vorstands umgesetzt sehen wollen, es gibt aber auch viele Handlungsempfehlungen, die an der aktuellen e.V.-Struktur festhalten und diese nachhaltig verbessern wollen. Der überwältigende Anteil der Handlungsempfehlungen bezieht sich auf Mitsprachemöglichkeiten und Mitgliederrechte, allerdings ohne eine konkrete Rechtsform zu nennen. Man darf nun gespannt sein wie der Vorstand sich zu diesen positionieren wird. Ein reines Fokussieren auf die Rechtsform der AG erscheint vor diesem Hintergrund nicht unbedingt sinnvoll. Vielmehr müssen die Handlungsempfehlungen aus der Zukunftswerkstatt künftig in beiden rechtlichen Rahmen geprüft und gleichberechtigt kommuniziert werden.
Hier muss natürlich grundsätzlich kritisiert werden, dass der Vorstand selektieren kann. Grundsätzlich stünde nämlich jedem Mitglied der Weg über die Mitgliederversammlung offen.

Unterm Strich wird der Wettbewerb der besten Ideen für den VfB massiv erschwert. Der Prozess wird bisher vom Vorstand dazu genutzt, den Rahmen der Diskussion zu stecken und eigene Argumente prominent zu platzieren. Eine für alle Seiten befriedigende Lösung wie beim Stadionneubau ist nicht in Sicht, dazu ist das Lagerdenken schon viel zu etabliert und manches Gremienmitglied gab bereits bei der Zukunftswerkstatt unumwunden zu, dass man alle emotionalen Schienen bedienen müsse, um genug Leute auf die Mitgliederversammlung zu bekommen, um „die Gegner“ zu überstimmen. Im Prozess ist momentan also nur noch eines ergebnisoffen: Nämlich ob sich der VfB mit seinem Plan durchsetzt oder eben nicht – aber was nutzt ein Sieg wenn es einen Verlierer gibt…

Commando Cannstatt 1997
Schwabensturm 2002

Der VfB Stuttgart hat ein Dokument mit allen Handlungsempfehlungen aus der Zukunftswerkstatt zum Download bereit gestellt. Hier finden sich viele Ideen der Mitglieder, mit denen eine nachhaltige Vereinsentwicklung möglich sein soll. Von dem (laut den StN vom 28.02.2016) von der Vereinsführung wahrgenommenen Stimmungswandel hin zur Ausgliederung lässt sich zumindest nach dem ersten Überfliegen der Handlungsempfehlungen wenig feststellen. Man darf gespannt sein, wie sich der Vorstand mit den einzelnen Punkten auseinandersetzt:

http://vereins-entwicklung.vfb.de//files/20160228_handlungsempfehlungen_zukunfts-werkstatt_vereins-entwicklung_vfb.pdf

Neue Inhalte auf dem VfB-Blog

Vom: 08. März  2016

Auch heute wollen wir euch wieder auf lesenswerte Beiträge auf anderen Homepages hinweisen. Aufgrund der Aktualität und der Qualität der Inhalte handelt es sich dabei wieder um den VfB-Blog: http://dervfbblog.wordpress.com/

Zum einen wurde eine interessante Mitgliedermeinung in Form eines Leserbriefes veröffentlicht:
https://dervfbblog.wordpress.com/2016/03/06/mitgliedermeinung-leserbrief-06-03/

Zum anderen die Rolle eines Aufsichtsrats in einer AG am Beispiel von Eintracht Frankfurt aufgezeigt:
https://dervfbblog.wordpress.com/2016/03/06/der-aufsichtsrat-ein-beispiel/

Vergangenen Herbst ließ der FC St. Pauli mit Plänen für einen Antrag zur Neuverteilung der TV-Gelder aufhorchen. In diesen forderten die Hamburger, dass Vereine mit höheren TV-Zuschauerzahlen stärker vom Finanzkuchen profitieren, während nachweislich unattraktive „Vereine“, die kaum Zuschauer vor die Fernsehgeräte oder ins Stadion locken, nicht zusätzlich noch mit TV-Geldern belohnt werden sollten. Werksclubs wie z.B. VW Wolfsburg oder Bayer Leverkusen höhlen die 50+1-Regel ebenso aus wie der Mäzenenclub Dietmar Hoffenheim. Diese Plastikvereine machen die Bundesliga nicht attraktiver, profitieren aber dennoch von der aktuellen Regelung. Diese besagt, dass die Gelder nach Platzierung und Ligazugehörigkeit ausgeschüttet werden. Viele Traditionsvereine, wie auch unser VfB, stärken hingegen die Attraktivität der Bundesligen, indem sie die Massen mobilisieren. Dieser Fakt bleibt in der aktuellen Regelung unberücksichtigt.

spruchband-hoffenheim
Traditionslose Arschlöcher stoppen – Keine TV-Gelder für Hoffenheim, Leipzig & Co!
Geldverteilung nach Zuschauern statt Isolation der 1. Liga!

Im Fanausschuss wurde dem VfB klar signalisiert, dass wir den Vorstoß des FC St. Pauli für unterstützenswert halten. Auch wurde gefordert, dass der VfB seine starke Position als großer Traditionsverein innerhalb der DFL geltend machen müsse. Nicht zum ersten Mal hat beim VfB aber offensichtlich wieder einmal der Mut gefehlt, in der DFL ungemütliche Positionen einzunehmen. Stattdessen haben sich die VfB-Vereinsvertreter hinter dem Argument der Solidargemeinschaft versteckt. Diese besagt, dass die medialen Rechte an der Bundesliga zentral verwaltet werden und Einzelvermarktungen, wie sie etwa der FC Bayern angedroht hat, nicht zulässig sind. Der Vorstoß des FC St. Pauli beinhaltet jedoch ausdrücklich nicht, diese Gemeinschaft aufzukündigen, sondern würde viel mehr für einen faireren Wettbewerb sorgen. In Zeiten in denen unser Verein mit seiner Mitgliedschaft über seine wirtschaftliche Basis diskutiert, wäre die Neuverteilung der TV-Gelder nach diesem Modell eine gelungene Monetarisierung der eigenen Tradition – zudem auf Kosten fremdfinanzierter Emporkömmlinge.

Der VfB Stuttgart unterstützt den Vorschlag des FC St. Pauli dennoch nicht. Nun ist man die Rolle des zahnlosen Tigers in Form der VfB-Verantwortlichen ja zwischenzeitlich gewohnt und deshalb wenig über die an den Tag gelegte Unterwürfigkeit überrascht. In diesem Fall offenbarten die Herren des VfB-Vorstands außerdem, dass ihr Verständnis vom Fußball ein gänzlich anderes ist als das unsere. Vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass sich eine sogenannte Mittelstands-Vereinigung mit den Vereinen aus Stuttgart, Bremen, Berlin, Mönchengladbach, Köln und Hamburg (HSV) formiert hat, die eine Deckelung der Zweitliga-TV-Gelder fordert. Demnach sollen die Clubs des Unterhauses nicht vom neuen TV-Vertrag profitieren, sondern wie bisher „lediglich“ 142 Millionen Euro jährlich untereinander aufteilen. Dieser Vorstoß konterkariert die Forderung nach einem faireren Wettbewerb. Vereine wie der 1. FC Nürnberg oder der FC St. Pauli, die auch in Liga 2 viele Zuschauer mobilisieren, werden abgehängt, während die unattraktive, aber finanziell ohnehin gut aufgestellte Konkurrenz aus Leipzig, Hoffenheim, Leverkusen und Wolfsburg hofiert wird.

Leseempfehlung: „der VfB-Blog“

Vom: 02. März  2016

Seit kurzem gibt es einen neuen VfB-Blog, für welchen wir eine absolute Leseempfehlung aussprechen wollen. Der Verantwortliche des Blogs ist VfB-Mitglied, Dauerkartenbesitzer und Dipl. Wirtschaftsjurist (FH) und setzt sich ausführlich und mit Tiefgang mit dem Thema der VfB-Vereinsentwicklung auseinander. Schaut vorbei und informiert euch: http://dervfbblog.wordpress.com

Aktuell findet sich auf dem Blog auch eine Zusammenfassung zur Zukunftswerkstatt, welche am letzten Wochenende stattgefunden hat: http://dervfbblog.wordpress.com/2016/03/01/die-zukunftswerkstatt-ein-rueckblick/