Aktuelle News
24.08.2010 - Einbrüche, Aufbrüche, Hausbesuche – die neuen Werte der Ultras?
In der aktuellen Ausgabe von Blickfang Ultra gibt es einen Text von uns, den wir euch auch an dieser Stelle nicht vorenthalten möchten:
Wir haben lange überlegt, ob wir uns zu diesem komplexen und schwierigen Thema äußern sollen. Diverse Ereignisse in jüngerer Vergangenheit haben uns schließlich dazu bewogen, mit unserer Meinung an die Öffentlichkeit zu treten, auch wenn wir wissen, dass das vielschichtige Meinungsbild in Deutschland sowie die einzelnen Vorfälle, die jeweils individuell beurteilt werden müssen, eine gesamtübergreifende Einschätzung nahezu unmöglich machen. Dieser Text soll weder belehren noch anderen etwas aufdiktieren, er soll lediglich in ungeschminkter Art die Standpunkte unserer Gruppe darlegen, in der Hoffnung, eine Diskussion über Werte der Ultras anzustoßen, die unserer Meinung nach im Hinblick auf die Entwicklung unserer Bewegung, speziell der nachfolgenden Generationen, wichtiger ist denn je.
Ein in der öffentlichen Wahrnehmung von Ultras, aber auch innerhalb unserer eigenen Subkultur immer wieder polarisierendes Thema ist das Erbeuten von gegnerischen Fahnen. Die Eroberung von Fahnen an Spieltagen hat es schon immer gegeben und wird es auch immer geben. Gerade das Material von Ultrasgruppen ist stets ein beliebtes Ziel des Gegners, welches bei einem Wechsel der Seiten der jeweils erfolgreichen Kurve Respekt und Anerkennung beschert, während es der unterlegenen Kurve einen harten Schlag versetzt. Auch unsere Kurve hat in ihrer Geschichte schon diverse Fahnen erobert und verloren. Zweifellos der bitterste Moment für uns als Gruppe war der Verlust unserer Auswärtszaunfahne in Köln 2004. Damals konnten wir unsere Fahne nicht verteidigen und müssen uns eingestehen, uns und die gesamte Stuttgarter Fanszene blamiert zu haben. Die Fahne wurde damals auf ehrliche Art am Spieltag erbeutet und somit wird auch der Verlust, so bitter er für uns war und nach wie vor ist, von unserer Seite voll und ganz akzeptiert. Wer es nicht schafft, auf sein Material aufzupassen und dieses auf den Anfahrtswegen zu einem Spiel, vor dem Stadion oder im Stadion verliert, ist selbst schuld und muss mit den Konsequenzen leben. Zumal, wenn man oft genug selbst Initiator solcher Aktionen ist. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob eine Gruppe in Überzahl agiert oder nicht, ob die Situation angemessen war oder nicht – wer sich mit dem Namen Ultras schmückt, muss zu seinen Idealen stehen und Wege finden, sein Material zu verteidigen. Auch Fanclubs sollten diesen Gegebenheiten realistisch ins Auge sehen und ihr oftmals naives Auftreten überdenken. Dass man in fremden Städten nicht gemütlich mit der Fahne unter dem Arm an der Heimkurve vorbeilaufen kann, sollte inzwischen überall angekommen sein.
In letzter Zeit scheint sich in Deutschland allerdings eine Entwicklung zu vollziehen, die wir für sehr bedenklich halten. Einbrüche in geschlossene Fanräume, Container oder Stadien, das Zugänglichmachen über Dritte oder Aufbrüche von Autos, um an das Material des Gegners zu kommen, haben rein gar nichts mit unserem Verständnis von Ultras zu tun. Neben anderen Geschehnissen in Deutschland ereignete sich vor einigen Wochen auch in Stuttgart ein solcher Vorfall. Unbekannte haben sich über die Fanbetreuung Zutritt in das Carl-Benz-Center des VfB Stuttgart verschafft, in dem unter anderem Fanräume des Vereins untergebracht sind, in welchen auch diverses Material von uns und anderen Stuttgarter Gruppen lagert. Dort wurden Einbruchsspuren hinterlassen sowie eine nicht unerhebliche Anzahl an Material gestohlen, wobei Zaunfahnen nicht betroffen sind. Wir wollen hier nicht rumheulen, wir stehen zu allen bisherigen Materialverlusten unserer Gruppe und haben nie versucht, die Vorfälle schön zu reden. Im Gegensatz zu den bisherigen Verlusten, die wir voll und ganz anerkennen, wird diese Aktion von uns aber nicht akzeptiert. Hier wurde eine Grenze überschritten, die jeglichem Respektverständnis unter Ultras den Nährboden entzieht. Solche Aktionen sind nicht nur feige, da dem Gegner keinerlei Gelegenheit gegeben wird, sich zu verteidigen, sie entwerten auch die Bedeutung regulärer Fahneneroberungen. Die Stärke über den Gegner, die man mit einer Eroberung demonstriert, wird ad absurdum geführt, wenn zukünftig jeder Dorfultras nachts heimlich in die Räumlichkeiten einer überlegenen Gruppe einbrechen kann und dafür den gleichen Fame bekommt. Wenn solche niederträchtigen Aktionen, wie sie sich in den letzten Monaten bundesweit abgespielt haben, keine Ablehnung erfahren und schweigend geduldet werden, ist es nicht mehr weit bis die nächste Grenze überschritten wird. Es wird eine Spirale in Gang gesetzt, die sich nur schwer stoppen lässt. Was kommt als nächstes? Einbrüche in Privatwohnungen? Oder der Einsatz von Messern? Ist inzwischen jedes Mittel recht, um an das Material des Gegners zu kommen?
Leider werden, wenn man die Berichte anderer Gruppen verfolgt, auch weitere bestehende Tabus gebrochen. Sind Hausbesuche inzwischen ein adäquates Mittel, um Gegner in die Schranken zu weisen? Was ist die nächste Stufe? Ein Besuch am Arbeitsplatz? Leider bleibt auch hier die deutsche Ultrasszene Antworten schuldig. Solange jegliche Vorkommnisse unkommentiert stehen gelassen werden, übernehmen andere die Meinungsführerschaft. Längst hat ultras.ws das Bild vieler Jugendlicher geprägt, weil es die deutschen Gruppen trotz guter Vernetzung bis heute nicht geschafft haben, eine Gegenöffentlichkeit herzustellen. Wollen wir weiter schweigend zuschauen, wie solche ekelhaften Foren unseren Nachwuchs verderben? Es wird Zeit, dass nicht nur gegen die staatliche Repression, sondern auch gegen den zunehmenden Werteverlust innerhalb unserer Bewegung gemeinsame Wege beschritten werden. Eine offen geführte Diskussion über das Selbstverständnis von Ultras wäre schon einmal ein Anfang.
Commando Cannstatt im Juli 2010
07.8.2010 - Karawane Cannstatt 2010
Karawane findet beim ersten Heimspiel (Dortmund) am 29.8.2010 statt.
- - Treffpunkt ab 14:30 Uhr in der Daimlerstraße (bei der Aral Tankstelle, gegenüber Burger King)
- - Abmarsch um 15:00 Uhr
- - Ankunft vor der Cannstatter Kurve vsl. 15:45 Uhr!
Und vergesst nicht, eure Fahnen und Doppelhalter mitzubringen!

Kartenmaterial: Open Street map
06.08.2009 - Es geht wieder los...
4.8.2010 - Sommer, Sonne, ULTRAS II
Am 7.8. 2010 ist es endlich soweit: Das "Sommer, Sonne, ULTRAS" Festival geht in die zweite Runde. Mit dabei sind dieses mal The Tony Montanas, die Produzenten der Froide und ein Hip Hop Act.
Los geht es um 14.30 Uhr im bereits bestens bekannten Jugendhaus in Neugereut. Über den Nachmittag habt ihr dann die Möglichkeit verschiedenen Vorträgen zu lauschen, euch am Grill zu stärken, unsere Graffitti-Galerie zu bestaunen oder bei hoffentlich bestem Wetter am Pool zu chillen. Der CC-Wagen wird natürlich auch wieder am Start sein. Zu erwerben gibt es die 2. Ausgabe unseres Saisonheftes StoCCarda, das neue BFU sowie das BFU Südamerika-Special und Restposten aus der abgelaufenen Saison.
Abends wird dann im Innenbereich des Jugendhauses zum Tanz gebeten.
Hier gibts noch die MySpace Profile unserer Bands:
Produzenten der Froide - http://www.myspace.com/produzentenderfroide
The Tony Montanas - http://www.myspace.com/tonymontanas
Also rafft euch auf! Sommer, Sonne, ULTRAS!


1.8.2010 - Neue Homepage www.cannstatter-kurve.de ab sofort online!
Ab sofort findet ihr unter der Adresse www.cannstatter-kurve.de immer aktuelle Kurvenfotos von VfB-Spielen sowie weitere Informationen aus der Kurve für die Kurve. Die Seite befindet sich im Moment noch im Aufbau, es lohnt sich daher öfters mal reinzuschauen, was es Neues gibt.
Gleichzeitig haben wir den Homepage-Auftritt der CC-Seite überarbeitet – getreu dem Motto „Weniger ist mehr“. Wir haben uns bewusst dazu entschieden, die Homepage-Inhalte herunterzufahren und uns wieder verstärkt den Printmedien zuzuwenden.
Aktuelle Informationen und Hintergrundberichte findet ihr in unserem Kurvenflyer „Cannstatter Blättle“, das nach wie vor kostenlos bei allen Heimspielen unseres VfB Stuttgart vor den Fanblöcken verteilt wird. Ergänzt wird dies durch unser zweimal pro Jahr erscheinendes Saisonheft „StoCCarda“. Im Gegensatz zum Cannstatter Blättle, welches möglichst viele aktuelle Informationen vermitteln will, liegt der Fokus beim StoCCarda vor allem auf der Dokumentation der zurückliegenden Runde, insbesondere durch aussagekräftige Bilder. Das Saisonheft stellt also vor allem ein Erinnerungsstück dar, welches unserer Meinung nach in keiner Sammlung eines VfBlers fehlen darf.
Wir wünschen euch viel Spaß auf der Seite und sehen uns spätestens am Samstag, 7. August, bei Sommer, Sonne, ULTRAS II !
Commando Cannstatt 1997
29.6.2010 - Online-Shop wieder geöffnet!
Nach einer schier endlosen Pause steht der Online-Shop nun wieder zur Verfügung.
Mehr unter: http://freiraum.ultra-attitude.de

